Der CCC wird 40!

Die Informationsgesellschaft unserer Tage ist ohne Computer nicht mehr denkbar. Die Einsatzmöglichkeiten der automatisierten Datenverarbeitung und Datenübermittlung bergen Chancen, aber auch Gefahren für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Informations- und Kommunikationstechnologien verändern das Verhältnis Mensch-Maschine und der Menschen untereinander. Die Entwicklung zur Informationsgesellschaft erfordert ein neues Menschenrecht auf weltweite, ungehinderte Kommunikation. Der Chaos Computer Club ist eine galaktische Gemeinschaft von Lebewesen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Abstammung sowie gesellschaftlicher Stellung, die sich grenzüberschreitend für Informationsfreiheit einsetzt und mit den Auswirkungen von Technologien auf die Gesellschaft sowie das einzelne Lebewesen  beschäftigt und das Wissen um diese Entwicklung fördert.

Präambel der Satzung des CCC


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Chaos Computer Club!  Bitte hör nicht auf dich zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie man die Menschen die an der Türschwelle stehen einbeziehen und zum Mitmachen anregen kann!

Wir öffnen uns für FINTA

Unsere Selbstdefinition als Gruppe ist ein andauernder Prozess, deshalb haben wir uns in den letzten Monaten der Frage gewidmet, für wen es die Haecksen eigentlich geben soll. Dabei ist uns bewusst geworden, dass wir es wichtig finden, allen einen Schutzraum zu bieten, die von patriarchaler Gewalt betroffen sind. Für trans und cis Frauen bieten wir diesen Raum bereits, aber gleichzeitig stellen wir fest, dass wir diesem Anspruch gegenüber trans Männern, inter, nichtbinären und agender Menschen nicht gerecht werden. Denn für sie war es bisher schwerer oder unmöglich, an den Haecksen teilzuhaben.

Das bringt uns in ein Spannungsfeld, denn letztendlich ist es der Ausschluss von vor allem cis Männern, der von uns als ein Zeichen für eine sichere Community verwendet wurde. Das ist unserer Meinung nach allerdings nicht der Grund für unseren flauschigen Haufen von 450 Haecksen: Wir sind nicht deswegen so eine gute Community, weil wir Männer ausschließen, sondern weil wir gemeinsam einfach großartig und explizit einander zugewandt sind.
Wir vollziehen hiermit den letzten Schritt in einer Entwicklung, die schon einige Jahre andauert: Diverse lokale Haecksen-Gruppen sind seit Jahren offen für FNIT und auf CCC-Events sind und waren unsere Workshops, wenn sie beschränkt waren, FNIT-inklusiv.

Ab sofort gilt das für uns als gesamte Gruppe. Die Haecksen bestehen nun aus FINTA: Frauen, inter, nichtbinär, trans und agender Personen.


Hierfür haben wir unsere Selbstdefinition angepasst:

Wir sind eine Gruppe für Techniker*innen, Hacker*innen, Maker*innen, Wissenschaftler*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen im Umfeld der deutschen Hacker*innenszene und solche, die es werden wollen. Wir verstehen uns selbst als queer-inklusiv und setzen uns für Feminismus ein – auch in MINT-Berufen und der Hacker*innenszene.

// Wer darf bei uns mitmachen
Wir sind eine feministische Gruppierung; unsere Community-Räume dienen als Schutzraum für alle, die innerhalb ihres beruflichen, schulischen oder hackenden Umfeldes aufgrund ihres Geschlechts oder ihres Genders[0] Marginalisierung[2] erfahren. 

Die Haecksen sind offen für Frauen (cis[1] und trans) und für trans Männer. Bei genderqueeren Menschen steht es uns nicht zu, eine eindeutige Abgrenzung vorzunehmen; queere Lebensrealitäten sind komplex, unser Gruppenverständnis auch. Du bist genderfluid, nichtbinär, inter oder agender? Dann entscheidest du selbst, ob unsere Gruppe zu dir passt. Du bist willkommen.

Es gehört ganz explizit zu unserem Anspruch, durch Sprache und Redeverhalten nicht zu Marginalisierung beizutragen, und selbstgewählte Pronomen und Bezeichnungen zu benutzen. Das ist ein wichtiges Zeichen von Respekt, insbesondere gegenüber queeren Menschen. Dabei erwarten wir von allen Mitgliedern ein hohes Maß an Fingerspitzengefühl, gehen diese Aufgabe allerdings auch gemeinsam und nicht jede Person für sich an. 

[0]: Gender bezeichnet die soziale Rolle / Geschlechtsidentität (vgl. genderbread).

[1]: Cis ist die Bezeichnung für Menschen, die sich aktuell vollständig mit dem Geschlecht/Gender identifizieren, das ihnen bei Geburt zugewiesen wurde.

[2]: Marginalisierung bezeichnet auf verschiedenen Ebenen das Abschieben an den Rand aufgrund unterschiedlicher Eigenschaften wie bspw. Geschlechtsidentität, Hautfarbe oder Religion.

Die Einflüsse von Covid-19 auf das Umfeld der Haecksen

von @melzai_a, @joliyea, buecherwurm

Covid-19 hat seit März 2020 das Leben auf der Welt und in Deutschland stark verändert. Rund um Ostern wurde der Peak der erste Corona-Welle in Deutschland erwartet und erfolgreiche Behandlungsmethoden waren noch sehr unklar. Veranstaltungen waren abgesagt. Treffen nicht möglich, Spielplätze gesperrt, Ländergrenzen nur beschränkt geöffnet. Es arbeiteten nur etwa 60 Prozent der Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz, rund 10 Prozent waren in Kurzarbeit und 25 Prozent vollständig im Home Office.
Die Pandemie fordert von den Menschen im Gesundheitswesen und anderen Berufsgruppen hohe Einsatzbereitschaft.
Frauen stellen weltweit 70 Prozent der im Pflegebereich Tätigen. Sie sind außerdem die von partnerschaftlicher und häuslicher Gewalt am stärksten betroffene Gruppe und leisten die meiste Arbeit in Haushalten und bei der Kindererziehung. Wie genau aber einzelne Gruppen in der Bevölkerung betroffen sind, lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn in der Krise wirkt ein Mechanismus, der typisch ist für die Bildung von Ungleichheit: Verschiedene Vor- und Nachteile verstärken sich.

Um uns einen Überblick über die Lebenssituation der von uns erreichbaren Gruppen während der ersten Phase des Lockdowns zu verschaffen, haben wir Haecksen das divoc “Hidden Service” über die Ostertage im letzten Jahr zum Anlass genommen, vom 10. bis zum 25. April 2020 einen kurzen Fragebogen online zu stellen.

Wir erhielten Antworten von 82 Personen, von denen sich 29 Prozent im Begriff “Mann” und 63 Prozent im Begriff “Frau” wiederfinden können, wobei die Auswahl von beiden oder keiner Option ebenfalls möglich war. 31 Prozent der Teilnehmenden haben außerdem angegeben, dass sie zu einer marginalisierten Gruppe gehören – beispielsweise aufgrund von Bisexualität, Autismus, Transidentität, chronischen Krankheiten sowie verschiedenen Formen von Behinderung. Außerdem füllten 16 Personen mit mindestens einer intensiv zu betreuenden Person, wie zum Beispiel Kleinkindern, den Fragebogen aus. Die Berufe der Personen, ob bezahlt oder unbezahlt, reichen von einer auszubildenden Person über Studierende zu Beamt*innen, Selbstständigen, Leiharbeiter*innen, Menschen in Elternzeit bis hin zur Familienmanagerin. Die genaueren Ergebnisse könnt ihr nun in der Datenschleuder oder hier als PDF nachlesen.

Als besonders hervorzuhebenen Punkt sehen wir die Situation der Menschen aus marginalisierten Gruppen. Nach unserer Umfrage steht diese Gruppe finanziell am schlechtesten da. Nur 54 Prozent besitzen Reserven für die nächsten 6 Monate, wohingegen 81 Prozent der Menschen, die z. B. Kleinkinder betreuen, finanziell das nächste halbe Jahr abgesichert sind.

Auch explizit erwähnen möchten wir die politischen Forderungen der befragten Personen. Ein Drittel der Befragten nannte das bedingungslose Grundeinkommen sowie eine angemessene Bezahlung der sozialen Berufe als dringend notwendig. Viele beunruhigt zudem, dass im Zuge der Pandemie die Privatsphäre der Menschen bedroht sein könnte, und sie kritisieren dabei zum Beispiel die mangelhafte, den Datenschutz nur unzureichend erfüllende Digitalisierung in den Schulen. Als letzte Forderung wurden mehrfach die immer noch notwendigen starken Veränderungen zum Eindämmen des Klimawandels genannt. Covid-19 habe gezeigt, dass große, einschneidende Veränderungen möglich sind.

Machen wir uns auf den Weg!

Haecksen @rC3 – Es geht los!

Auch wenn es in diesem Jahr keinen Kongress in Präsenz gibt, vom 27. (oder eigentlich bei uns schon vom 26. an) bis zum 30. ist Chaos angesagt! Nennt sich diesmal remote Chaos 3xperience unter dem Hashtag #rC3. Und natürlich sind wir dabei 🙂

Wir haben geplant, gepixelt, gemappt, gebrainstormt, physische goodie bags verschickt, Pads gefüllt und ein tolles Programm auf die Beine gestellt! Hast du ein Ticket für den rc3 Anfang Dezember erhaschen können? Dann triff uns in unserer Assembly in der rc3.world! Dort triffst du andere Haecksen, kannst quatschen und findest die ein oder andere versteckte Überraschung. 

Außerdem sind um die 30 Veranstaltungen in unserem Fahrplan geflogen – danke schonmal vorab an alle Referierenden und Organisierenden! Es geht um alles, was das Haecksenherz begehrt: IT-Sicherheit, Bücher, Programmieren, Nähen, Datenvisuslisierung, Gewichtheben, Micro-Controller, Klimagerechtigkeit und einiges mehr. Schaut rein! 

Ist ein Event nicht weiter markiert, freuen wir uns explizit über Besuch von Wesen aller Geschlechter. Mit den üblichen Höflichkeitsregeln – Aussprechen lassen, eher mal zuhören, Pausen geschehen lassen und keine Grundsatzdebatten in themenfokusierten Workshops – seid ihr auch als zum Beispiel cis Mann sehr gerne bei uns willkommen.

Natürlich gibts auch wieder Frystyck – weils so schön ist gleich mehrfach: An Tag 1 gehts los mit dem offenen Queer Brunch von 13.00 – 15.00 Uhr. Das traditionelle Haecksenfrystyck findet an Tag 2 von 11.00 – 13.00 Uhr für Vielleicht-, Neu- und Alt-Haecksen statt. English Breakfast ist dann an Tag 3 von 11.00 – 13.30. Die passenden Links zu den BigBlueButton-Räumen findet ihr in unserem Fahrplan. Ihr seid willkommen!


Weitere hilfreiche Links zur gesamten rc3 Erfahrung:

https://rc3.world/rc3/public_fahrplan/ (“offizielle” Liste von gestreamten Beiträgen – Assemblies wie wir generieren zusätzlich eigenen Content)
https://rc3.world/ (Assembly-Space, benötigt rc3 Ticket. Die World ist noch nicht online! (Stand 26.12. 20:41))
https://howto.rc3.world/play.html (Anleitung für den Assembly Space)
https://links.rc3.io/Weitere Linkliste zu diversen Assemblyfahrplänen etc.
Fehlt noch: Link zur Streaming Seite. Wird vermutlich https://media.ccc.de/

Das Projekt Feministische Bibliothek der Haecksen

2019 debütierte die feministische Bibliothek der Haecksen auf dem Chaos Communication Camp und wurde wegen der positiven Resonanz erneut auf dem Congress angeboten. Entstanden ist sie, da im Rahmen von gesamtgesellschaftlichen Debatten wie #MeToo und #MeTwo eine ganze Reihe von hervorragenden Büchern erschienen ist, die wir nun als Grundlage für Weiterbildung und fundierte Diskussionen nehmen können.


Drei Gründe sprechen hierbei für Bücher:

  1. Bücher tendieren dazu, sich mit einem Thema tiefergehend und ohne Unterbrechung zu beschäftigen.
  2. Grundlagenwissen ist sehr wichtig, um sich fundiert mit feministischen Themen beschäftigen zu können. Dessen Tiefe ist aber von Person zu Person sehr unterschiedlich: Wir alle haben sowohl Lieblingsthemen als auch inhaltliche Bereiche, die wir bisher eher vernachlässigt haben. Bücher erlauben es uns, ohne Scham Anfänger*innen zu sein – uns Grundlagen anzueignen, bevor wir in kontroverse Diskussionen einsteigen. So können wir uns beim Diskutieren auf die aktuellen, kontroversen Aspekte fokussieren, anstatt immer wieder die Basics zu erläutern. Und wir können Menschen trotzdem immer noch leicht die Möglichkeit zum einfachen Einstieg geben.
  3. Die Bibliothek wird auf jeder Veranstaltung neu zusammengestellt, indem Teilnehmer*innen und Haecksen eigene Bücher als Leihgabe beitragen. Dadurch ist die Bibliothek jedes Mal eine neue, einzigartige Zusammenstellung von Büchern und damit vergänglich sowie immer maximal aktuell (Zeitgeist, Erkenntnislage, Themenbrisanz).


Erste Erfolge: Ein Ort zum Schmökern und Verweilen

Sowohl die Bibliothek an sich als auch die Begleitworkshops (Genaueres siehe unten) wurden sehr positiv aufgenommen und haben sich super mit unserem feuerlosen Haecksen-Lagerfeuer ergänzt: Beim Camp wie auch beim Congress saßen immer wieder schmökernde Menschen am Lagerfeuer. Viele Titel wurden auch fotografiert und füllen nun die Leselisten der Camp- und Congress-Teilnehmer*innen. Über die Lagerfeuerplätze hinaus waren auch alle bibliotheksspezifisch bereitgestellten Sitzgelegenheiten fast durchgehend belegt (10 bzw. 30 auf dem Congress) mit bücherlesenden Menschen. Der Workshop zum Teilen von feministischen Büchern und Medien wurde vor allem von den Besucher*innen mit Inhalten gefüllt; die Themen reichten von feministischen Grundkonzepten über Burnout bei Müttern bis zu Schnittmengen von Feminismus mit Diskriminierungsformen wie Rassismus.


Die feministische Haecksen-Bibliothek geht überall und immer

Wäre es nicht schön, wenn es die Bibliothek auf noch viel mehr (Chaos-)Veranstaltungen gäbe? Finden wir auch!

Die physische Bibliothek

Ihr benötigt:

  • einen Bereich oder ein Regal, in dem Bücher ansprechend und übersichtlich aufgestellt werden können
  • eine Aufteilung in thematische Bereiche bietet sich an 
  • Sitzmöglichkeiten in der unmittelbaren Umgebung des Bücherregals/-bereichs
  • ein Schild mit einer Botschaft im ungefähren Wortlaut: „Bücher zum Lesen, bitte spätestens zum Ende der Veranstaltung wieder zurückbringen“
  • Bücher von Menschen auf der Veranstaltung als Leihgaben (falls gewollt sollen die Eigentümer*innen die Bücher mit ihren Namen beschriften, damit die Rückgabe einfacher ist)
  • einen klar markierten Bereich des Regals, in dem Bücher deponiert werden, die von einigen als problematisch bewertet wurden (misogyn, rassistisch, …) 

Zum Umgang mit schwieriger sowie mit klar problematischer Literatur:

Bereits im Vorhinein sollte klar abgesprochen werden, wie im Rahmen der feministischen Bibliothek damit umgegangen wird, wenn klar problematische Literatur auftaucht (z. B. Schriften gegen Sexarbeit, rassistische Schriften oder Schriften, die das binäre Gendermodell als die Wahrheit propagieren) – was durch die freie Beteiligung durchaus vorkommen kann. Derartige Bücher können z. B. von der Person, die sie entdeckt hat, direkt in den als problematisch beschrifteten Regalbereich sortiert werden. Auch den Besucher*innen der Bibliothek solltet ihr  dies mitteilen, beispielsweise in Form eines Aushangs, damit sie mithelfen können.

Befreit das Wissen aus dem Papier: Workshops rund um die Bücher

Die bisherigen Workshops richteten sich an alle Veranstaltungsteilnehmer*innen, wurden aber als FNIT-exklusiv wahrgenommen und deshalb auch nur von Frauen*, non-binaries, inter und trans Personen besucht. Unsere Hoffnung ist, dass in Zukunft auch andere sich trauen, bei den Workshops vorbeizuschauen, um sich aktiv weiterzubilden.

Ihr benötigt:

  • einen akustisch geeigneten Ort für den Workshop; am besten einen Raum mit Wänden und evtl. einer Tür
  • Platz für ca. 20 Teilnehmer*innen
  • eine moderierende Person* Bücher für ein Warm-up, ausgewählt von der moderierenden Person* Bücher zur Vorstellung, ausgewählt von den Teilnehmenden: Sachbücher, Biografien, Belletristik, Gedichtbände, Bildbände, Graphic Novels, Comics, Kinderbücher,… Alle Arten von Büchern sind erwünscht
  • Je nach Lust könnt ihr den Workshop auch für andere Medien öffnen (z. B. Filme, Computerspiele, Podcasts)
  • am besten noch eine protokollierende Person

.. und dann werden munter Bücher geteilt, davon geschwärmt, diskutiert.

Deine Umstände bei Corona

Wir würden gern wissen, wie du mit der momentanen Corona-Krise umgehst.

Momentan befinden sich viele Menschen in nicht optimalen Situationen. Die Wohnung kann zu klein oder in einem schlechten Zustand sein, die Kinder sind zuhause, das Geld wird knapp, Gewalt findet statt, Schutz bei der Arbeit kann schwierig sein, Aufträge brechen weg, Angehörige oder man selbst arbeitet in den tendenziell unterbezahlten sog. systemkritischen Berufen, Familienmitglieder in Heimen können nicht besucht werden. Möglicherweise hält dir deine Firma aber auch die Treue, Home Office war schon immer möglich, die Kinder können endlich selbstbestimmt lernen und du genießt das Frühlingswetter.  

Wir würden uns freuen, wenn du deine Situation im nachfolgenden zweiteiligen Fragebogen darstellen würdest. Im ersten Teil bitten wir dich zu erzählen, wie es dir geht, und welche Schlüsse du aus der momentanen Situation ziehst.  Im zweiten Teil  würden wir gerne kurz und knapp deine Lebensumstände wissen. Alle Angaben sind dabei freiwillig und anonym.

Vielen Dank für deine Mithilfe bei der Umfrage!

Die Haecksen auf dem DiVOC

Aufgrund der momentanen Situation fällt leider das Easterhegg 2020 in Hamburg aus. Stattdessen findet das verteilte Chaos: DiVOC statt.

Wir beteiligen uns dabei mit einem Haecksenfrühstück am Ostersamstag von 11 bis 13 Uhr. Danach hält unter Anderem piko von den Haecksen das Opening um 15:30, gefolgt von Julia/ joliyea über Code for Climate in 2020.

Außerdem hält Haeckse piko um 18 Uhr einen Vortrag über “Rhetorische Selbstsabotage: Was eigentlich passiert, wenn wir reden” Der Abend wird von Haeckse jiska weitergeführt, indem sie über eine Schwachstelle in Bluetooth Chips aufklärt.

Ein neuer Argumentationsworkshop gegen sexistische Kackscheiße ist am Ostermontag um 16 Uhr geplant.

Weitere Informationen: https://di.c3voc.de/sessions-liste

CCCamp19 Rückblick

„Wo kommt das denn schon wieder her?“
Die Haecksen auf dem cccamp19 .

cccamp19 mit beleuchteter fairy dust
Fairy Dust auf dem CCCamp19, Quelle: stormy-stories.surf, CC BY-NC-SA

Durch Tor Eins, einmal um den Pudding, Richtung Himmel: Dort haben wir unser neues Zuhause gefunden. Einen schöneren Platz dafür hätten wir auch gar nicht bekommen können, ich sage nur: Mecklenbörger, Glühbar, Spülmaschine und Speisewagen gleich gegenüber und auf dem nächtlichen Weg zum Premiumklo immer vorbei am unfassbar schönen Märchenwald. Und der Flipperzentrale. Hach. Und was brachten wir mit? c3loc träumt nachts immer noch von den tollen Dingen, die das Haecksenvillage auf dem cccamp19 zu bieten hatte:

An diesen Ort haben wir alle FNTI (female/nonbinary/trans/inter) Gruppen an Tag 2 eingeladen, die wir schon immer mal kennenlernen wollten oder heimliche Fans von sind, wie zum Beispiel die Pyladies, Railsgirls, HeartofCode aus Berlin, f.u.c.k. aus vielen Orten, die Queer Feminist Geeks und gerade erst entstehende Gruppen aus Osnabrück, Kassel, Göttingen und Frankfurt. Die daraus entstandende Gruppe NIFTI zur Vernetzung lokaler Gruppen wird sich unter anderem hier demnächst vorstellen.

Wir hatten für all den ganzen Kram dank janepie zwei große weiße Workshopzelte, eins für die Küche, eins für Sofas und Bastelkram – und saßen trotzdem noch dazu viel draußen um das Haecksenfeuer mit lauter Fremden und nun nicht mehr Fremden, die sich dazusetzten und zum Quatschen bis tief in die Nacht blieben. Alle fünf Minuten klopfte außerdem jemand an, um nach den Stickern zu fragen, die mullana und janepie gestaltet haben. Wir sind gefragt!

„Tomatensoße – Curry – Tomatensoße – Curry – Chaos“ war außerdem der abwechslungsreiche Kochplan für die fünf Tage des CCCamp 2019 im Haecksenvillage. Denn es war schön – zwischen allem Chaoscampgewusel – sich einmal am Tag an einem Tisch zu sehen und zu quatschen. Unser Village beherbergte schließlich über 25 total spannende Menschen. Danke Euch allen für dieses wunderschöne Village!

Im November ist das Geekend in Karlsruhe für alle neuen und alten Haecksen (wer möchte noch mit?) und dann sehen wir uns wieder beim Congress am Lagerfeuer. <3 Inklusive dem Staub vom Camp, der jetzt gerade auf einer Palette nach Berlin ins Lager reist und kichert. Wir freuen uns seit dem Camp schon wieder auf Euch, so schön war es!

How-To: Congress-Voucher

WICHTIG: der Congress-Presale hat noch nicht begonnen.

tl;dr:
Wenn du Congress-Tickets willst, sind die nächsten Schritte für dich:

Bist du eine Haeckse, gehörst zu einer Haecksen-Gruppe oder einer Gruppe die bereits Voucher bekommt: Lege ca 130 Euro pro benötigtem Ticket, bereit damit ihr liquide seid, oder alternativ einen Mailentwurf, um bei Start des nicht-öffentlichen Presale (NÖP) sofort ein reduziertes Friends-Ticket und einen Voucher von uns anfragen zu können.

Bist du Teil einer CCC-nahen FNIT-Gruppe, welche noch keinen guten Kontakt zu einem Erfa hat: Etabliere diesen bitte im September. Dabei können wir dir helfen, wenn du uns unter info ät haecksen.org kontaktierst.

Gehörst du zu einer nicht CCC-nahen FNIT-Gruppe, melde dich Ende September bei uns oder sofort bei Start des NÖP an der dann dort angegebenen Kontaktadresse, um pünktlich für deine Gruppe einen Chaos-Voucher zu bekommen.


Der Congress ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen und damit mehrfach an das Fassungsvermögen der Austragungsorte gestoßen. Obwohl er 2018 in der weitläufigen Leipziger Messe [unglaubliche] 17 000 Personen beherbergen konnte, gab es nicht genügend Tickets für alle, die gerne gekommen wären. Die Begrenzung der Tickets ist einerseits schmerzlich, weil der CCC gerne alle Kreaturen willkommen heißen möchte; andererseits aber notwendig, weil Chaos-Veranstaltungen vor allem ehrenamtlich realisiert werden und ein unkontrolliertes Wachstum organisatorisch nicht zu stemmen wäre.

Das Voucher-System wurde geschaffen, um trotz des großen Andrangs auf die Congress-Tickets allen Chaos-nahen Gruppierungen den Besuch des Congresses zu ermöglichen. Bevor der öffentliche Ticketverkauf beginnt, werden Voucher (also Kaufberechtigungen) an die Gruppierungen verteilt, die sie dann in Tickets einlösen können

Wir Haecksen verteilen grundsätzlich Voucher an Haecksen, Frauen, nicht-binäre, Inter- und Trans-Menschen (FNIT) sowie andere unterrepräsentierte Gruppen im MINT-Bereich. Grundsätzlich schließt das den/die Partner*in, Freundin*in und die Familie mit ein. Die folgenden Informationen stützen sich auf den Voucherprozess der letzten Jahre. Abweichungen davon sind uns bis jetzt noch nicht bekannt.

  1. Voucher != reservierter Voucher != Ticket
    Ein Voucher ermöglicht, sich genau ein Ticket zu kaufen. Die Menge an Tickets im nicht-öffentlichen Presale (NÖP) ist begrenzt – first pay, first Ticket (oder “wer früher bezahlt, bekommt eher ein Ticket”). Da es verschiedene Typen von Tickets gibt, muss ein Voucher immer erst eingelöst werden. Er ist kein Ticket, sondern die Berechtigung zum Erwerb eines Tickets.
  2. Zwei Phasen im Presale.
    Es gibt vermutlich im Oktober/November für bis zu vier Wochen den nicht-öffentlichen Presale und im Anschluss dann darauf folgend den öffentlichen Presale (ÖP). Im NÖP werden Tickets für Engel sowie sogenannte replizierende Voucher für chaosnahe Gruppen verteilt. Im ÖP schlagen sich die Massen um die Tickets und buchen dann die letzten überteuerten Hotelzimmer in Leipzig. Der NÖP ist aus unter anderem diesen Gründen kostengünstiger.
  3. Typen von Voucher: FINAL… vs. CHAOS… vs …
    Ein Final-Voucher ergibt genau ein Ticket.
    Habt ihr einen Chaos-Voucher, ist dies ein replizierender Voucher – sofern das Ticket bezahlt wurde. Je schneller das Ticket bezahlt wird, desto schneller schickt das System einen neuen Chaos-Voucher an die angegebene Mailadresse. Dann kann die Person nach euch ihr Ticket bestellen und der Kreislauf beginnt von vorne. Jeder Tag Verzögerung beim Bezahlen des Tickets führt dazu, dass Menschen nach euch nicht mehr an die Reihe kommen. Lest in dieser Phase bitte täglich eure Mails.
    Engel erhalten sogenannte reservierte Voucher, bekommen also bis zum angegebenen Stichtag garantiert ein Ticket aus dem für Engel reservierten Topf, falls sie den Voucher einlösen. Lösen sie ihn sehr früh ein, entsteht möglicherweise genau ein weiteres, diesmal nicht reserviertes, Ticket für eine Begleitung.
  4. Geld spielt (k)eine Rolle.
    Der CCC ist links und sieht es als sinnvoll an, Menschen mit vermindertem Einkommen den Zugang zum Congress zu ermöglichen. Könnt ihr euch ein Standardticket nicht leisten, mailt formlos mit einem Voucher-Code und der Menge an Geld, die ihr stemmen könnt, an die angegebene Kontaktadresse. Den Voucher dafür bekommt ihr von uns. Habt ihr mehr, könnt ihr gern ein Supporter-Ticket lösen (oder an die Haecksen spenden…).
  5. 100 Personen bei den Haecksen durchschleusen?
    Ja, das wird schmerzhaft und erfordert Disziplin. Wir bekommen ca. 25 Chaos-Voucher und damit bereits mehr als viele andere Gruppen. Diese sind allerdings für Menschen gedacht, die sich nicht in einer in irgendeiner Form lokal organisierten Gruppe befinden. Haecksen in Berlin, Karlsruhe, Hamburg, Hannover, Frankfurt, Darmstadt und Stuttgart etablieren bitte eine Beziehung zu ihrem Erfa (In Berlin, Frankfurt und Darmstadt können wir Personen vermitteln), um von dort Chaos-Voucher direkt zu bekommen.
    Wir können weiteren Gruppen wie zB den PyLadies, den RailsGirls und den FUCK-Gruppen etc. etc. gerne assistieren, sich bis Ende September ins System einpflegen zu lassen, um im NÖP automatisch eine für sie passende Menge an Chaos-Vouchern zu erhalten. Dafür müsst ihr eine Kontaktadresse haben und grob die Menge an benötigten Tickets kennen.
    Grundsätzlich verteilen wir Haecksen Voucher zentralisiert nach interner Warteliste. Wir benötigen nur eine Kontaktadresse und die Typen der Tickets, keine weitere Begründung, warum wer jetzt unbedingt auch mit sollte. Großbestellungen sind möglich, aber werden ab sofort nur noch in zweier-Päckchen abgearbeitet um Blockaden zu vermeiden.
    Im NÖP bearbeiten wir auch Einzelanfragen von außen von Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen im MINT-Bereich. Diese kommen ans Ende der Schlange, wurden aber bis jetzt immer erfolgreich mit Vouchern versorgt.
  6. Es ist Dezember und ich habe kein Ticket!
    Kurz vor dem Congress werden oft einige Tickets über Mastodon, Twitter oder das Congress-Wiki angeboten. Leider ist das in einigen Fällen überteuert oder sogar Betrug. Kauft Tickets nur von vertrauenswürdigen Quellen und zahlt auf keinen Fall mehr als den Einkaufspreis; Leute sollten nicht mit den Tickets spekulieren können.
  7. Ich bin keine Haeckse, aber im Erfa und will helfen!
    Das Vouchersystem hat einen starken Schwerpunkt auf weißen (, jungen) Männern, weil diese einen großen Teil des Chaos und der technischen Berufe ausmachen. Diversität kommt aus Gründen nicht von selbst. Du könntest in deinem Ort herausfinden, ob es eine technische FNIT-Gruppe gibt. Diese könntest du kontaktieren und anfragen, ob Interesse an einem Besuch des Congresses besteht. Du könntest ihr entweder helfen, sich langfristig im System zu registrieren oder ihre Mitglieder erst einmal über einen Chaos-Voucher deines Erfas versorgen. Lies dir bitte vor dem Kontaktieren die ‘Welcome Pattern’ durch und lasse deine Mail von jemand anderem gegenlesen. Sag uns gerne Bescheid, wie es lief und schicke die Gruppe bei uns vorbei.

Für mehr Diversität auf dem Congress!

WICHTIG: der Congress-Presale hat noch nicht begonnen und es ist uns nicht bekannt, wann er anfängt!