Das Haecksenvirus-Update

von waldwesen und piko

In den letzten Monaten war eine Menge los; wir sind weitergewachsen, sodass wir nun gut 500 Haecksen sind, und haben einiges organisiert. Seit dem Sommer sind wir für FINTA-Personen geöffnet – das heißt, die Haecksen sind jetzt offen für alle Frauen, Intersex-, nonbinary, trans und agender Personen – und dadurch konnten wir einige sehr aktive neue Mitglieder willkommen heißen, was uns sehr freut.

rC3

Die rc3 ist, trotz etwas Chaos in der Vorbereitung des Streamings, hervorragend gelungen und wir blicken freudig erstaunt zurück, was dort alles von uns geboten wurde.

Die Haecksen haben unter ihrem eigenen Motto „Just another day in paradise“ (kurz #JADIP) ihre eigene Map und ihren eigenen Channel gemacht, und waren deswegen auch bei Meetings der größeren Orga dabei. Für einige davon wurden beträchtliche Mengen frittierte Erdäpfel benötigt. Wir hatten nicht nur einen eigenen Channel und eine Map, sondern schon im Oktober unser Motto und Design fertig, inklusive Merch von Breenbuedel – auch ein Goodiebag war wieder mit dabei, diesmal mit leitendem Garn und LEDs zum Aufnähen.

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Ausschnitt des Haecksen-Fahrplan im Pretalx

Das Haecksen-Programm war äußerst divers; im unserem Stream fand sich von ITSecurity bis zu Wissenschaft mit „The Corona Virus Structural Task Force“ ein ganzer Regenbogen; der Vortrag „Kaffeefahrt ins Darknet“ hatte bei der Ausstrahlung mehr als 2000 Zuschauende und damit die höchste Einschaltquote im Haecksen-Stream. Bei der Q&A-Session danach haben wir die Belastungsgrenze des BigBlueButton geknackt. Wir schätzen, dass mehr als 200 Personen versucht haben, in den BBB-Raum zu kommen. Eine andere Q&A-Session hat sich auf 75 Minuten ausgedehnt und war damit fünfmal so lang wie die ursprünglich geplanten 15 Minuten.

Unser Dank geht an die Menschen von der FeM (Forschungsgemeinschaft elektronische Medien e.V.) die uns beim Streamen viel Arbeit abgenommen haben und mit denen das Zusammenarbeiten auch in heißen Phasen unglaublich viel Spaß gemacht hat. Blumen und Liebe haben auch die Entitäten der r3s (Remote Rhein Ruhr Stage) verdient, die uns kurzfristig mit Hardware ausgeholfen und unser Stream-Team mit Knowhow versorgt haben.

Auch bei den knapp 40 weiteren Vorträgen und Workshops gab es zahlreiche Möglichkeiten der Neugier freien Lauf zu lassen:

Die Hands-On Introduction to Pentesting war mit 148 Teilnehmenden der bestbesuchte Workshop, aber auch Dinge wie z.B. Urban Gardening, das gemeinsame Basteln des LED-Aufnähers aus der Haecksen-Goodiebag sowie der FINTA-only Einführungsworkshop zu Sextoys und Gleitgelen kamen sehr gut an. Haecksenintern gab es zudem einen Start-Workshop für zukünftige Mentor*innen, so wie es aussieht werden wir Neu-Haecksen (wenn gewünscht) bald eine Mentor*in zur Seite stellen können. Außerdem gab es ein Treffen von neurodiversen FINTA-Personen.

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Während der rc3 hat eine Haeckse in Berlin einen Lötworkshop organisiert. https://chaos.social/web/statuses/107541634727827533

Was die Karte auf der rc3-Welt betrifft, schwirrten seit unserem Geekend im Oktober erste Ideen herum, mit der Kür des Mottos „Just another day in paradise“ wurde es dann schnell konkreter. Die Haecksen-Map im Workadventure sollte das Motto widerspiegeln, und damit musste es natürlich ein Paradies sein. Aber eines, das ambivalent ist und in dem ganz eindeutig etwas nicht stimmt. Die Idee einer Inselwelt, in der aber auch noch Pinguine und Eisberge gestrandet sind, entstand. Da eine große Map schlecht von mehreren Personen gleichzeitig bearbeitet werden kann, entstanden zahlreiche Gebäude zu bestimmten Themen; eine Podcasthütte, eine Linux-Kennenlern-Hütte, und auch zwei Räume, in denen Memorials für FINTA-Personen besichtigt werden konnten, deren Arbeit in Wissenschaft und Technik dringend mehr gewürdigt werden sollte.

Feuerwerk in der Haecksen-Welt


Apropos besichtigen: es gab auch einen Ausstellungs-Turm von naerrin und Piko, die sich mit dem pandemischen Lebensgefühl beschäftigt hat und in der einige typische Situationen der letzten zwei Jahre reflektiert werden konnten. Der gesammelte Pandemie-Ärger konnte dann auch gleich beim Anger-Exchange-Point nebenan abgeladen werden. Neben einer Feuerstelle und Bar als Treffpunkt gab es auch einige Rätsel zu lösen: Durch das Labyrinth haben es wahrscheinlich die meisten geschafft, aber nur wer auch den Haecksenhut am Löttisch zum Leuchten gebracht, die geheime Insel gefunden und das Feuerwerk bewundert hatte, konnte alle versteckten Badges sein Eigen nennen.

Vier Pinguin-Badges
CC-BY-4.0 Mullana

Um dieses Meisterwerk der Pixelkunst zu dokumentieren, gab es auch einen aufgezeichneten Rundgang durch die Map. Vielen Dank an alle helfenden Elfen, die Haecksen-Orga, alle, die mitgepixelt haben und an Mullana für das wunderbare JADIP-Design!

Die ganze Arbeit, die wir uns gemacht haben, wurde auch in der Presse erwähnt, wie beispielsweise auf Heise, wo sich auch ein Artikel über einen Vortrag aus dem Haecksenprogramm zu Cyberpunk findet. Dieser Vortrag hat es auch zum Deutschlandfunk geschafft.

Uns ist aufgefallen, dass dieses Jahr in der Presse Haecksen nicht als Synonym für Hackerinnen verwendet wurde. Mit diesem Thema haben wir uns in den letzten Jahren intensiver auseinandergesetzt.

Um den Pressespiegel komplett zu machen, sollten wir noch erwähnen, dass es im Vorfeld zur rC3 natürlich auch eine Folge des Haecksen-eigenen Podcasts mit einem HowTo für rC3 und JADIP gab, die eine Woche nach der Veröffentlichung mit über 300 Downloads unsere bisher erfolgreichste Folge war.

Haecksenwerk veröffentlicht seit Sommer 2021 monatlich. Zum Podcast gab es auf der rc3 auch einen Workshop, der als Onboarding-Crashkurs konzipiert war. Dort hat naerrin die Arbeitsweise des Podcastkollektivs vorgestellt, Themen brainstormen lassen und einen Einblick in Redaktionsarbeit und den Workflow beim Schneiden gegeben. Auch Haecksen, die nicht beim Workshop dabei sein konnten, sind beim nächsten Treffen herzlich willkommen.

Der Podcast ist ein guter Weg, um mehr über die Haecksen zu erfahren. Wenn eins uns persönlich kennen lernen möchte, kann es persönlich bei einem unserer Frühstücke vorbeikommen. Auf der rc3 gab es kein „richtiges“ Haecksenfrühstück, sondern stattdessen ein Late-Night-Dinner – aber in Neuseeland wäre es ein Frühstück gewesen – mit 42 Teilnehmenden.

Pläne für 2022

Und es gibt bald wieder Frühstück: Die Haecksenfrühstücke finden inzwischen fast monatlich via BigBlueButton statt. Neugierige sind gern gesehen; die Termine und Zugangsdaten gibt es auf Anfrage bei info@haecksen.org oder auf Mastodon haecksen@chaos.social und Twitter @haecksenC.

CC-BY-4.0 Mullana

2022 hat schon angefangen und von Congress-Depression ist keine Spur zu finden: Anfang Januar gab es einen Lasercutter-Workshop und eine virtuelle Tour durch einen Teilchenbeschleuniger.

Und es laufen auch einige Dinge weiter: die ADHS- und Anti-Stalking-Gruppen haben regelmäßige Treffen; genauso wie der Pythonkurs, der sich im neuen Jahr vorgenommen hat, einige Spiele nachzuprogrammieren.

Es stehen auch einige Events an, beispielsweise ein Haecksen-Geekend und viele CCC-Veranstaltungen, auf denen wir vertreten sein werden. Im Sommer ist auch ein Camping-Treffen angedacht. Der Podcast wird weiterproduziert; 2022 werden wir wahrscheinlich unter anderem über 3D-Druck, Intersektionalität und Diversität in Hackspaces sprechen. Es schwirrt auch die Idee eines Haecksen-Lötlern-Kits durch Haecksengehirne.

Im Februar soll das Plenum stattfinden, dort werden wir unter anderem kommende Events, unsere Infrastruktur und die Vereinsgründung besprechen: Wenn alles nach Plan geht, werden sich die Haecksen 2022 als Verein gründen – hieran wird schon eine Weile gewerkelt; die Präambel steht bereits!

Spenden erreichen uns durch die Verwendung des Betreffs “Haecksen” in einer Spende an Entropia (CCC Karlsruhe, gemeinnützig). Die Bankverbindung lautet:

Entropia e.V.
IBAN: DE30660501010022025613
BIC: KARSDE66XXX
Bank: Sparkasse Karlsruhe
Verwendungszweck: Haecksen

CC-BY-4.0 Mullana

Haecksangebot

von waldwesen und piko

Haecksen kennen keine Sommerpause und es wird weiter an zahlreichen Projekten gearbeitet.

Durch Corona haben gewisse Hobbys bei den Haecksen einen neuen Stellenwert erlangt. Nachdem im März 2020 die Hefe im Supermarkt knapp war, wurde kurzerhand Hefe aus Apfelschalen gezüchtet. Im Rocketchannel “Backen mit Mikroorganismen” ist eine Gruppe diesem Thema treu geblieben und es wird weiter mit sehr lebendigen Sauerteigen aller Art experimentiert, Brotbackanleitungen werden geteilt und auch schon mal mit einem schlechten Programmiertutorial verglichen.
Andere Haecksen entdecken ihren sehr grünen Daumen (oder lassen sich einen wachsen), tauschen Saatgut und züchten sich dann auch gleich einen Open-Source-Tomatenwald daraus.

Hochbeet-Tomatenwald

Seit Frühjahr 2020 gibt es die Webseite Gynformation, bei der auch einige Haecksen beteiligt sind. Dort finden sich Adressen von Gynäkolog*innen, Hebammen, Endokrinolog*innen und gynäkologisch tätigen Allgemeinärzt*innen, die von Patient*innen empfohlen werden.
Insbesondere für Menschen, die nicht in das heteronormative Weltbild passen, kann die Begegnung mit dem Gesundheitssystem (und gerade mit der Gynäkologie) sehr belastend sein und es ist oft ein Glücksspiel, eine fachkundige und verständnisvolle Fachperson zu finden.
Die Seite bietet eine Suchfunktion, mit deren Hilfe die Empfehlungen anderer Patient*innen nach dem Bundesland, nach Personengruppen (z.B. queer/lesbisch/schwul/bi/pan) und nach Behandlungsmethoden (z.B. Begleitung in der Transition, Schwangerschaftsabbruch) gefiltert werden können. Gynformation möchte ein bundesweites Verzeichnis von Gynäkolog*innen, Endokrinolog*innen, Hebammen und gynäkologisch behandelnden Allgemeinärzt*innen zusammenstellen, die einen vertraulichen, unvoreingenommenen und professionellen Umgang pflegen und transparent über medizinische Behandlungsformen informieren.
Wir möchten einen Artikel auf Gynformation ganz besonders empfehlen: Dort schreibt Laura Wortmann über die Genese der Gendermedizin, was sie heute bedeutet, warum sie so wichtig ist – und warum wir sie dringend queeren müssen: Gendermedizin – oder die „radikale“ Auffassung, dass alle Geschlechter die beste Gesundheitsversorgung verdienen.

Auch der Haecksenhut stand zur Diskussion

Die Haecksen setzen sich seit 2019 mit dem Hintergrund ihres Namens auseinander. Nach der Beschäftigung mit der Hexenverfolgung im Spätmittelalter kam schnell die Frage auf, inwieweit Haecksen sich eigentlich mit Hexen gleichgesetzt sehen möchten und ob für die Haecksen weiter auf Hexen-Symbolik zurückgegriffen werden soll.
Die gefundene Antwort ist ein „jein“; zukünftig soll sparsam und bewusst mit Hexensymbolen umgegangen werden, da sich gegebenenfalls nicht jede Haeckse damit wohlfühlt, sich einen Hexenhut aufzusetzen und einen Besen zu reiten. Zusätzlich ist es aus Sicht der Haecksen keine gute Idee, weibliche Wesen in der Hacking-Community pauschal als Haecksen zu bezeichnen, da sich auch damit nicht jede wohlfühlen wird.
Hintergründe und mehr Details befinden sich im Haecksen-Wiki.

Im Haecksen-Rocketchat gibt es nicht nur einen Anger-Exchange-Point, sondern auch einen Joy-Exchange-Point. Dort freut sich eine Haeckse zum Beispiel sehr über eine kleine Serie auf der Arte-Mediathek, die witzige Aufklärung für Erwachsene bietet. Viele Haecksen haben sich über Imftermine gefreut, aber auch über Stieglitze oder über lustigen Unsinn im Internet.

Der Buchclub ist im Moment in der Sommerpause, hat aber viele Pads mit vielen Ideen aus der bisherigen Lektüre angesammelt. Weiter geht es wahrscheinlich im Herbst, Buchvorschläge sind gern gesehen!

Auf dem „Reboot to Respawn“-DiVoC haben sich an Ostern Haecksen und andere Menschen getroffen, um sich über AD(H)S auszutauschen. In dieser Session, die FNIT-only war, ging es vor allem um die spezifischen Erfahrungen dieser Menschen mit AD(H)S. Besonders weiblich gelesene Menschen sind oft falsch oder nicht diagnostiziert, weil bei ihnen die Symptomatik anders ausfallen kann. Weil der Austausch in dieser Gruppe so gut getan hat, hat sich daraus eine AD(H)S-Gruppe innerhalb der Haecksen gegründet. Wir treffen uns jeden 03. eines Monats ab 19:00 Uhr im Raum Awesome Ada. Außerdem findet ihr den Channel #adhs im Rocketchat. Wer sich selbst in diesem Spektrum wiederfindet (Diagnose nicht relevant), ist herzlich eingeladen vorbei zu kommen!

… und dann gibt es da noch dieses geheimnisvolle Grüppchen, das sich die ganze Zeit Soundschnipsel hin- und her schickt, über einem Konzept hirnt, ein Logo entwirft, andere Haecksen zum Gespräch bittet und sich dazu auch noch um rechtliche Implikationen Gedanken macht. Die Geräusche, die aus der Werkstatt dringen, klingen vielversprechend, aber noch ist die Tür verschlossen und das Werk muss wohl noch ein kleines Bisschen warten, bis es das Licht der Öffentlichkeit erblicken darf.

Die Haecksenfrühstücke finden inzwischen fast monatlich via BigBlueButton statt. Neugierige sind gern gesehen; die Termine und Zugangsdaten gibt es auf Anfrage per Mail bei info [at] haecksen.org oder auf Mastodon und Twitter.
Seit drei oder vier Jahren werden die Haecksenfrühstücke manchmal auch „Frystyck“ geschrieben, aber nur auf der GPN oder wenn man gewissen Haecksen auf den Keks gehen will.

Außerdem wird es im Oktober ein Geekend geben; dazu gibt es hier demnächst mehr Informationen.

Spenden erreichen uns durch die Verwendung des Betreffs „Haecksen” in einer Spende an Entropia (CCC Karlsruhe, gemeinnützig). Die Bankverbindung lautet:

Entropia e.V.
IBAN: DE30660501010022025613
BIC: KARSDE66XXX
Bank: Sparkasse Karlsruhe
Verwendungszweck: Haecksen

(In einer alten Version des Artikels war das Geekend für November angekündigt. Es findet allerdings Anfang Oktober statt und wurde entsprechend im Text korrigiert.)

Haecksen @DiVOC r2r

von waldwesen und piko

Vom 2. bis zum 5. April findet das Oster-DiVOC statt, diesmal unter dem Titel Reboot to Respawn – und die Haecksen sind mit dabei!

Auf unserer Events-Seite findet ihr ab sofort das Haecksenprogramm. Darunter sind auch einige tolle Events, die nur für Haecksen gedacht sind und die daher nicht in der offiziellen Session-Liste stehen, z.B. “Austauschrunde: Haecks your Altersvorsorge”, “Was ist nmap? – Workshop für absolut Ahnungslose” und dem r2r Haecksen Closing Event.

Den offiziellen Fahrplan, die offizielle Session-Liste und alles weitere findet ihr hier.

Neben den Workshops möchte ich diese Haecksen-Community-Events ganz besonders empfehlen:

  • HowTo DiVOC – Fr 10:30-11 Uhr
  • International Haecksen Frystyck (English) – Fr 19-20 Uhr
  • Das ‘normale’ Haecksenfrühstück – Sa 11-13 Uhr
  • r2r Haecksen Closing – Mo 20-21:30 Uhr
    (alle in Raum Ada)

Ist ein Event nicht weiter markiert, freuen wir uns explizit über Besuch von Wesen aller Geschlechter. Mit den üblichen Höflichkeitsregeln – Aussprechen lassen, eher mal zuhören, Pausen geschehen lassen und keine Grundsatzdebatten in themenfokusierten Workshops – seid ihr auch als zum Beispiel cis Mann sehr gerne bei uns willkommen.

Und wenn gerade doch nichts spannendes im Programm dabei sein sollte und ihr gerade auch nicht die Welt erkunden wollt – dann guckt doch ab Freitag mal am Lagerfeuer vorbei!

Ein großes Danke an alle die das Ganze auf die Beine gestellt haben!

Lage der Haecksen

von piko und waldwesen

Trotz der Pandemie und der damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen ist bei den Haecksen im Moment einiges los. Zum Teil liegt das daran, dass wir schon immer vor allem über das Internet organisiert sind; wir hatten also bereits Infrastruktur, die wir nun nur intensiver nutzen. Allem voran ist da der Rocketchat, der im Januar 2020 eingerichtet wurde und seitdem viel Aktivität ermöglicht. Dort gibt es einen Kanal, in dem wir über Pandemie-Coping-Strategien schreiben, einen Anger-Exchange-Kanal, aber auch eine LaTeX-Selbsthilfegruppe und dutzende anderer Kanäle. Der Rocketchat ist 2020 derart schnell gewachsen, dass er unseren bisherigen Server an seine Grenzen gebracht hat. Der Umzug der ganzen Haecksen-Infrastruktur ist in vollem Gange.
Trotzdem ist auch auf der Mailingliste viel los und es wird auch regelmäßig zu Haecksenfrühstücken eingeladen.

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Auf den verschiedenen DiVOCs 2020 waren die Haecksen jeweils mit einem recht ausgedehnten Workshopprogramm vertreten und auf der rC3 gab es zusätzlich eine weitläufige, detailverliebte World-Map mit einer Menge Eastereggs.
Aber auch für das kommende DiVOC r2r werden wir einiges auf die Beine stellen: Es gibt eine riesige Liste an Self-Organized-Sessions und einen Haufen Vorträge von Haecksen – all das findet sich in einer Übersicht auf unserer Events-Seite. Außerdem sind wieder einige von uns in der Event-Orga eingebunden.

Der Buch-Club beschäftigt sich gerade mit The Art of Community, einem frei erhältlichen E-Book von Jono Bacon . Wir treffen uns seit Februar jeden Monat und lesen im Schnitt ein Kapitel pro Monat, halten Stichpunkte fest und reden über die grundsätzlichen Ideen – aber auch darüber, was davon für die Haecksen oder generell nützlich wäre. Das Buch behandelt auf sehr deskriptive Weise die verschiedenen Aspekte von Communities, die Menschen z.B. in FLOSS in ihrer Freizeit aufbauen. Dazu gehört es zu verstehen, wie Menschen in einer Community ankommen, wie Transparenz erreicht werden kann – aber auch Ideen zur Eventorganisation, Außenkommunikation sowie Kommunikation nach innen.

Die Defense-Gruppe – aktuell 55 Haecksen – trifft sich monatlich seit Dezember 2020. Es gibt zum Start jeweils einen fachlichen Teil (z.B. SIEM, mitre att&ck, ISMS, Disclosure, Pentesting), wo jede ein Thema präsentieren kann. Danach werden aktuelle Sicherheitsthemen besprochen.

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Ein Thema, mit dem wir uns seit einiger Zeit beschäftigen, ist die Frage, wie sehr wir uns auf Hexen beziehen wollen: Ist das nur ein kleines Wortspiel oder wollen wir das weitertreiben? Gibt es im aktuellen Hexenbild einen feministischen Anteil, auf den wir uns beziehen wollen? Ist „Haeckse“ ein Synonym zu „Hackerin“ oder tatsächlich nur der Name unserer Gruppe?
Die Diskussion ist noch nicht zuende und wir werden dazu weiter berichten.

Dies waren nur einige Schlaglichter auf die Dinge, mit denen Haecksen sich im Moment beschäftigen.

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Haecksen und solche, die es werden wollen, sind herzlich zum Haecksenfrühstück eingeladen. Die nächsten sind übrigens auf der r2r ein ganz normales am Samstag, 3.4.2021, ab 11 Uhr, ein englischsprachiges am Freitag, 2.4., um 19:00 und ein Queerbrunch am Sonntag, 4.4. um 12:00.
Wer diesbezüglich auf dem Laufenden bleiben will, der folgt am besten @haecksen@chaos.social auf Mastodon oder @haecksenC auf der Vogelwebseite.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Rahmen der r2r, gehackt euch wohl,
eure Haecksen

Memorials on 36C3

Frauen* haben zur Entwicklung von Computern viel beigetragen, doch die Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen spiegelt das selten wider. Fehlende Sichtbarkeit von großartigen Frauen führt auch dazu, dass IT eher als Männerthema wahrgenommen wird. Auf dem letzten Congress gab es viele großartige Memorials für bemerkenswerte Frauen aus dem MINT-Bereich. Wir sind gerade dabei, diese hier zu dokumentieren. (WIP. Falls ihr noch bessere Fotos habt und diese unter freier Lizenz stehen, freuen wir uns wenn ihr sie uns schickt.)

Und wie geht es nun weiter? Auf dem 36C3 wollen wir noch mehr Memorials haben. Außerdem überlegen wir uns, wie wir die Aufmerksamkeit noch stärker auf das Projekt richten können und organisieren vielleicht eine Schnitzeljagd, Führungen oder Stempelheftchen.

Auch für den kommenden Congress hoffen wir auf eure tatkräftige Unterstützung, damit möglichst viele Memorials spawnen. Seid ihr auf dem 36C3 dabei? Genaueres findet Ihr auf unserem Wiki. Wir freuen uns, wenn ihr eure Teilnahme bis Mitte Dezember signalisiert und uns schreibt, für welche Person ihr gerne ein Memorial machen wollt, damit wir Dopplungen vermeiden und Meta-Aktivitäten planen können. Mitmachen könnt ihr aber grundsätzlich immer.

* Leider umfasst unsere bisherige Liste keine nichtbinären Menschen. Über eine Erweiterung würden wir uns freuen! 

— English version —

Women* have contributed a lot to the development of electronics and computer science, but have received little recognition for their scientific achievements. This lack of visibility for remarkable women in tech leads to the misperception that computing is a domain of men. It is not. At the last congress, many of you helped reduce this visibility gap by creating memorials for notable women in science and engineering. We are currently in the process of documenting last year’s memorials and are looking for more photos.

This year, we want to do it again. Bigger, better, more publicity and even more memorials! We need your help! How about creating a memorial yourself for the upcoming congress? Have any connections or ideas for marketing and publicity? We are considering scavenger hunts, self-organized guided tours and stamps for your Hacker’s Passport. We welcome your participation whatever it might be!

To find out how to create a new memorial of your own go to our Wiki. We look forward to your participation until the middle of December—tell us which person would you like to make a memorial for, so that we can avoid duplication and plan meta activities. But you can participate basically always.

* Sadly there are no nonbinary persons on our list of honorable women. We would be glad about input!