Pythonkurs für absolute Anfänger*innen

Leider muss der Pythonkurs für absolute Anfänger*innen ab August 2024 eine längere Pause einlegen. Er wird also nach der aktuellen Iteration, die noch bis Ende Juli läuft, erst einmal nicht neu anfangen.

Dennoch gibt es eine gute Nachricht: Die Inhalte des aktuellen Kurses sind vollständig online einsehbar, lassen sich also auch eigenständig durcharbeiten. Es ist empfehlenswert, das nicht alleine zu tun, sondern in einer kleinen Gruppe, die sich regelmäßig trifft; so ist es leichter, dranzubleiben und Ihr könnt Euch gegenseitig die Inhalte erklären.

Auf der Gitlab-Seite des Kurses findet Ihr Hinweise und Links zu den Ressourcen.

Wenn Ihr Fragen habt, dann schreibt gerne eine Mail an python-kurs@haecksen.org.

Spendenaufruf – helft uns bei unseren Zielen 2024/2025!

Es ist soweit, wir haben unseren zweijährigen Weg zur Gründung des gemeinnützigen Vereins mit dem Namen “Haecksen e.V.” nun endlich beendet. Somit schreiten wir zu unseren nächsten Taten: die Konferenz der Haecksen in 2025 und andere wunderbare Dinge.

Für die nächsten 12 Monate planen wir die nachfolgenden Aktionen. Daraus ergibt sich ein gewisser finanzieller Bedarf. Möchtet ihr helfen, all diese Dinge zu verwirklichen?

Geekend 2024

Wir planen ein Geekend im Herbst 2024 und möchten dafür gerne einigen Personen die Reisekosten erstatten um ihre Teilnahme zu ermöglichen. Im Schnitt kostet ein Bahnticket zweiter Klasse mit Hin- und Rückfahrt 100 Euro.

38C3

Wir werden wieder auf dem 38C3 eine Präsenz unterhalten. Unsere Ausgaben liegen dafür bei maximal 500 Euro. Diese Anschaffungen sind häufig langfristig angedacht um zum Beispiel auch unser Village im Camp zu unterstützen.

IT-Infrastruktur

Wir unterhalten einen Server von entsprechender Größe. Dieser kostet uns momentan um die 60 Euro im Monat.

Konferenz der Haecksen in 2025

Eine Konferenz für hoffentlich 400 Personen kostet sehr viel Geld. Eure Spende würde helfen, die etwaigen Reisekosten des Orga-Teams vor der Konferenz, die Honorare von Referent*innen und für manche einfach das vegane Brötchen zu finanzieren. Hier spannt unser Geldbedarf einige Euros bis hin zu einigen Tausend Euros.

Ihr entscheidet die Höhe, wir geben es entsprechend aus.
Wenn ihr uns unterstützen möchtet, dann spendet gerne an folgende Kontonummer unseres in Karlsruhe ansässigen, nun gemeinnüztigen Vereins Haecksen e.V.

Haecksen e.V.
IBAN: DE43 8306 5408 0005 4089 62
BIC: GENO DEF1 SLR
Bank: Deutsche Skatbank

Zwei Bitten hierfür:
Bitte verwendet einen einzigartigen Verwendungszweck für eure Überweisung und schickt uns eine Mail an schatzmeisterin@haecksen.org mit diesem Verwendungszweck falls ihr eine Spendenquittung möchtet.
Bitte spendet nicht zweckgebunden sondern allgemein – dadurch können wir Gelder zwischen den Projekten bei Bedarf umschichten.

Vielen Dank für eure Spenden! Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die Projekte, die wir damit durchführen können!

hckn021: Haecksen auf dem #CCCamp23

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk!

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

Wisst ihr noch, damals im vergangenen Sommer, wo sich wieder Tausende Menschen zum Camp im Ziegeleipark Mildenberg getroffen haben, um zusammen tolle Dinge zu erleben und zu machen? Die Haecksen waren auch dort und hatten ein großartiges Workshopzelt dabei, in dem ein vielfältiges Programm angeboten wurde. naerrin interviewt einige Haecksen, die dort Workshops geleitet haben. Sie spricht mit merline über Selbstverteidigung, mit smettbo über Ethik, mit Anna über die Flow3r und mit neon_mate über die Nachhaltigkeit geflickter Kleidung.

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Auf Haecks und Nieren

von Mika, piko, Prisma, Waldseenixe und waldwesen

2023 war ein ereignisreiches Jahr für die Haecksen: Wir sind weiter gewachsen und sind inzwischen über 800 Personen. Wir waren auf mehreren Chaos-Veranstaltungen vertreten und haben viele eigene Projekte vorangetrieben. Höchste Zeit, wieder einmal einen Überblick zu gewinnen!

Strukturen

Adminen + Infrastruktur

Die Haecksen-Infrastruktur ist gewachsen und komplexer geworden. Um das nachhaltig zu betreiben, treffen sich die Adminen zu eigenen Geekends. Wir haben den Rocketchat, eine Nextcloud mit den üblichen Features, Single-Sign-On und natürlich die gute, alte Mailingliste – wobei es inzwischen auch eine “stille” Mailingliste gibt für alle Haecksen, die nicht auf einer inzwischen circa 800-Personen-starken Liste sein wollen. Unsere Kontaktadresse info@haecksen.org ist gut ausgelastet; auch da kümmert sich ein ganzes Team darum, das auch den Mastodon-Account der Haecksen mit knapp dreitausend Followern betreibt. Das ehemalige Twitterprofil mit derzeit knapp zweitausend Followern ist zwar stillgelegt, aber nicht gelöscht, um eine Neuvergabe zu verhindern. Wir sind auch auf Bluesky vertreten, dort jedoch ebenfalls recht ruhig.

Haecksen = Hexen?

Die Gedanken rund um die Frage, ob Haecksen immer “Hexen” sein wollen und warum “liebe Haecksen und Hacker” keine gute Ansprache ist, wurden in einem eigenen Blogpost zusammengefasst.

Buddy-Line

Die Buddy-Line organisiert einmal pro Quartal ein “Onboarding”-Treffen für die Haecksen, ist aber auch sonst erreichbar für Fragen. Zielgruppe sind in erster Linie neue Haecksen, um den Einstieg zu erleichtern, Orientierung und Antworten auf aufkommende Fragen zu geben und die grundlegenden Strukturen zu erklären. Selbstverständlich sind aber alle Haecksen, also auch solche, die schon länger dabei sind, willkommen. Das Orga-Team der Buddy-Line freut sich sehr über Unterstützung.

Eine Prideflag, ein Haecksenhut und ein Käfer/Bug aus Bügelperlen
CC-BY-SA: why

Projekte

Podcast Haecksenwerk

Das Haecksenwerk ist der Podcast der Haecksen rund um die Schwerpunktthemen Technik, Kultur und Feminismus. 2023 sind sechs neue Folgen erschienen, unter anderem “Diversität in Hackspaces” sowie ein Interview zum “flow3r-Badge für das CCCamp23”. Außerdem ist die Reihe mit feministischen Hackspaces aus aller Welt gestartet, was uns ganz besonders freut. Wir planen, diese Reihe 2024 um weitere, spannende Interviews zu ergänzen und mehr wundervolle Dinge über feministische Projekte zu hören, wie wir sie jetzt in Interviews mit Menschen aus Kenia und Brasilien vorstellen konnten.
Haecksen, die sich an der Arbeit im Podcast-Kollektiv beteiligen möchten, sind jederzeit dazu eingeladen, an den Treffen teilzunehmen und ihre Kreativität und ihre Ideen einzubringen. Besonders Menschen, die auch Lust haben, Ideen für weitere Themen auszuarbeiten oder Redaktionsarbeit für weitere Folgen zu übernehmen, sind gerade gefragt.

Das 37c3 Foyer des CCH mit der Rocket und mit vielen aufgehängten Flaggen, u.a. die der Haecksen.
CC-BY-SA: waldwesen

Pythonkurs

Der Pythonkurs für Absolute Anfänger*innen ist im September 2023 in eine neue Runde gegangen, die noch bis April 2024 laufen wird. Diesmal geht es um generative Kunst. April bis August 2024 wird es eine weitere Iteration geben. Mehr Informationen sind bereits hier auf dem Haecksen-Blog erscheinen und finden sich auch auf der Seite zum Kurs im Haecksen-Wiki.

Antistalking

Eine Arbeitsgruppe der Haecksen betreibt die Antistalking-Website, die Betroffenen von Stalking (und Unterstützer*innen) bei technischen Themen Anleitungen und Hilfestellungen bietet.
Die Gruppe fokussiert sich aktuell auf die technische Erkennung von Stalking Software, kommuniziert per E-Mail und trifft sich regelmäßig zu Onlinemeetings.

Vereinsgründung

Die Gründung des Haecksen e.V. ist im letzten Jahr enorm vorangekommen: Die Eintragung ins Vereinsregister ist erfolgt, die Gemeinnützigkeit ist anerkannt und ein Bankkonto wird gerade eingerichtet. Es dauert also nicht mehr lange, bis die Infrastruktur steht, um viele Haecksenprojekte unterstützen zu können. Der Verein soll dabei vor allem eine Struktur für finanzielle und bürokratische Themen geben, damit Projekte und Events einfacher umgesetzt werden können. Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht nötig, um bei den Haecksen mitzumachen.

Themen

Vorlesung Geschichte des Software Engineerings

Im Mai 2023 startete Waldseenixe eine Vorlesungsreihe zur “Geschichte des Software Engineerings” (SWE), die noch bis März 2024 läuft. Waldseenixe erzählt hier unter anderem von eigenen Erfahrungen seit 1977. Neben dem langen Weg zu user defined data types und den Vorraussetzungen für wiederverwendbare Software, werden auch die diversen Ansätze des SWE (funktionales Design, Objekt-Orientierung, V-Modell, Agile Methoden) aus den Vorbedingungen ihrer Entstehungsgeschichte und der Projektumfelder beleuchtet. Es ist ein zweiter Zyklus angedacht.

Philhaecksen

Im Mai 2023 sind zum ersten Mal die Philhaecksen zusammengekommen. Philosophie und Haecksen – passt das zusammen? Ja, und wie! Die Philosophie behandelt unter anderem die Frage: Wie sieht die Position des Menschen im Kosmos aus?
Die Vision einiger KI-Experten (als diese Vision entstand hatten Frauen in der KI-Forschung so gut wie nichts zu sagen) eine KI zu entwickeln, die die Fähigkeiten des Menschen übertrifft (welche genau das dann auch sein sollen), wirft alte philosophische Vorstellungen ganz schön durcheinander. Und so kommt es zu merkwürdigen Phänomenen, wie beispielsweise derjenigen, dass in Saudi Arabien eine KI den Status einer saudischen Staatsbürgerin erhalten hat. Braucht KI irgenwann Bürgerrechte? Auf diese Fragen haben Philosophinnen schon versucht zu antworten; und ja – es gibt Philosophinnen! Dass sie kaum jemand kennt, finden wir schade. Neben Memorials zu Philosophinnen schaut sich die Gruppe auch aktuelle Entwicklungen, z.B. aus der Europäischen Gesetzgebung (AI Act, Digital Service Act,…) an.

Lesezirkel

Seit Anfang 2023 gibt es einen aktiven Lesezirkel, der sich mit vorwiegend literarischen Texten beschäftigt und im letzten Jahr gemeinsam fünf Bücher gelesen hat. Wir treffen uns etwa alle zwei Monate, um ein vorher gemeinsam abgestimmtes Buch, das alle für sich lesen, zu besprechen. Unter anderem hat sich der Lesezirkel mit “Nach Mitternacht” von Irmgard Keun, “Recollections of my Nonexistence” / “Unziemliches Verhalten” von Rebecca Solnit und “Parable of the Sower” / “Die Parabel vom Sämann” von Octavia E. Butler beschäftigt.

Pen and Paper

Einige Pen and Paper-begeisterte und -neugierige Haecksen haben sich im Channel #pen_and_paper zusammengefunden. Einige von ihnen sind dabei schon länger als Spieler*innen oder Spielleitung in Rollenspielrunden aktiv. Viele interessieren sich auch einfach für das Thema oder möchten selbst den Einstieg ins Rollenspiel finden. Im Rocket Chat könnt ihr im Channel #pen_and_paper jederzeit vorbeikommen und euch entweder zum Thema austauschen oder auch nach Runden suchen oder selbst welche anbieten. Es gibt ein Pad zum Eintragen und, wer weiß, vielleicht entsteht ja die ein oder andere feste Gruppe, die zusammen neue Welten erkundet.

Anger- und Joy-Exchange

Zwei der beliebtesten Channel im Haecksen-Rocketchat sind der Anger-Exchange und der Joy-Exchange. Ersterer ist der ältere, der aus einer Aktion auf dem 35C3 entstanden ist: Zwei Haecksen, Eena und Piko, wollten ihrem Ärger und ihrer Wut über so ziemlich alles Luft machen und haben dafür ein kreatives Ventil gefunden: Sie haben an der Haecksen-Assembly eine Art Wahlkabine aufgebaut, in der Formulare auslagen, auf denen Personen ihren Ärger aufschreiben konnten. Diese Zettel konnten durch einen Schlitz in der Hinterwand der Kabine eingeworfen werden; die Personen sollten auf die andere Seite der Kabine gehen und aus der Sammlung aller eingeworfenen Ärger einen neuen Ärger ziehen – der Anger-Exchange-Point war geboren. Wir haben ihn auch auf dem CCCamp 2019 aufgestellt, wo wir zum Schluss eine feierliche Verlesung des gesammelten Ärgers gemacht haben. Auf dem darauffolgenden Congress, dem 36C3, haben wir das ganze noch in einen größeren Rahmen transferiert und den Ärger auf der Bühne von Chaos West vorgelesen, was auch aufgenommen und gestreamt wurde.

Ein Bild aus dem Joy-Exchange: Enten auf einem See im Sonnenschein
Eins von vielen Joy-Exchange Bildern, CC0

Advent of Code

Im Dezember 2023 haben sich im Channel #advent-of-code einige Haecksen zusammen gefunden, um sich über die Aufgaben des Advent of Code auszutauschen. Einige halten das Gespräch auch im März noch aufrecht, während sie sich nach und nach durch die Aufgaben knobeln, die wegen der Congress-Vorbereitung liegen geblieben sind.

Gib_Stoff

Der Nähnerd:Inen-Stammtisch aus dem Rocketchat-Channel #gib_stoff trifft sich regelmäßig online und ist offen für nähinteressierte und -begeisterte Menschen aller Näh-Niveaus (Haecksen und Nicht-Haecksen).

2023 haben der 48.-74. Stammtisch, also ganze 26! Treffen, stattgefunden. Die Treffen umfassten neben Terminen ohne spezifische Themen auch Vorträge und Austausch zu technischen oder methodischen Themen rund ums Nähen wie “Die Bernina Q20 bei der Arbeit” (eine Nähmaschine) oder “Poloverschluss” (Technik).

Hier eine kleine Auswahl der entstandenen Werke:

Alle Bildrechte: CC BY NC
Bild 1 (Judith): dunkelblau-gelber Kinderpullover mit gelben und grünen Eichhörnchen
Bild 2 (Judith): grauer Kinderpullover mit bunten Waldmotiven (Bäume, Pilze, Fuchs, Waschbär usw.)
Bilder 3, 4 (stoffsuchti): grüne Tasche mit Holzgriffen geschlossen bzw. geöffnet
Bild 5 (stoffsuchti): braun-grünliche Weste mit hellen Holzknöpfen
Bild 6 (stoffsuchti): weiße, langärmlige Bluse mit Schleifenkragen und bordeaux-rotes, langes Trägerkleid
Bild 7 (stoffsuchti): langes, grünes, langärmliges Kleid mit Knopfleiste*
CC-BY-NC: stoffsuchti und Judith

neurodivers

Haecksen sind manchmal und manche auch ständig neurodivers. Tollerweise ergeben sich daraus super Fähigkeiten, z.B. für technische Berufe, also bei uns für FINTA Personen.

Ob mit Diagnose oder ohne: Wir treffen uns an jedem 3. Sonntag im Monat um 14 Uhr in Magic Margaret. Alle Autist*innen, ADHDer, Touretter, Menschen mit PTSD, OCD, ADHS, ADS, Borderline und alle Menschen, die sich aus anderen Gründen zugehörig fühlen, sind Willkommen und tauschen sich gemütlich aus.

Es ist ein Ort zum socializen mit Gleichgesinnten. Manchmal bringen Teilnehmende konkrete (neurodiverse) Themen mit, manchmal ist es einfach nur eine gemütliche Plauderrunde. In jedem Fall tut es meistens gut, auf ähnlichen “Wellenlängen” unterwegs zu sein oder auch mal das Masking sein lassen zu können – und sich dabei trotzdem zugehörig zu fühlen. Zu bestimmten (vorher angekündigten) Terminen öffnet sich die Gruppe manchmal auch für externe FINTA, z.B. bei vergangenen online Jahresendevents. Im Jahr 2023 sind die Treffen öfter mal ausgefallen, aber seit Anfang 2024 finden sie wieder regelmäßig statt.

Was ist Magic Margaret?
Das ist bei uns ein Onlinemeetingraum, benannt nach Margaret Hamilton.

Veranstaltungen

Anfang Juni 2023 haben Smettbo, Melzai und Waldseenixe die Haecksen unter dem Titel “Die Haecksen: Intersektionaler Feminismus mit Technikfolgenabschätzung” auf der re.publica in Berlin vorgestellt. Ziel war es, ein wenig Werbung für die Haecksen zu machen und zu erklären, warum wir meinen, dass es immer noch eine FINTA-Hackergruppe braucht. Wir haben auch etwas zu den Projekten erzählt. Unsere Session hatte erstaunlich viele Besucher*innen und die Diskussion war anregend und konstruktiv.


Drei große CCC-Events standen 2023 an: Das Easterhegg, das Chaos Communication Camp und der 37C3.
Das 20. Easterhegg sollte schon 2020 in Hamburg stattfinden, wurde wegen der Pandemie jedoch Jahr um Jahr verschoben, sodass es schließlich 2023 wurde. Dennoch war es als Jubiläumsveranstaltung bedeutend größer als die üblichen 500 bis 600 Teilnehmenden: Knapp 1000 Personen kamen an Ostern im Theater und Veranstaltungsort Kampnagel zusammen. Die Haecksen hatten dort eine Assembly mit Sitzkissen, Teppichen und Teeküche, an der auch Workshops und Meet-Ups stattgefunden haben.


Zur GPN (Gulaschprogrammiernacht) in Karlsruhe im Juni 2023 gab es wie so oft feinstes Sommerwetter. Die Haecksen trafen sich draußen auf der Wiese vor dem ZKM und hielten ein ausgiebiges Frühstück im Schatten der Bäume und eines mitgebrachten Tarps ab. Insbesondere die süddeutschen Haecksen fanden sich in regionalen Gruppen zusammen. Direkt zu einem ersten, lokalen Treffen verabredete sich eine Runde aus Baseler und Freiburger Haecksen.


Auf dem Chaos Communication Camp hatten wir ein Workshop-Zelt mit vollem Programm sowie zwei Gemeinschaftszelte auf unserer Village-Fläche, die, wie schon auf dem Camp 2019, gegenüber der Engelküche und nahe am Marktplatz lag.
Viele der Haecksen, besonders die, die das Haecksen-Village auf dem Camp 2019 organisiert haben, waren in der Orga des Gesamt-Camps beschäftigt, sodass sich eine neue Orga-Riege um das Haecksen-Village gekümmert hat. Das Village war zusammen mit MOiN (“Mehrere Orte im Norden”, allen voran Flensburg) in einem Cluster, wo zusammen gekocht und gegessen wurde.

Ein großes weißes Zelt dass fast wie eine Knoblauchknolle aussieht und von innen mit bunten LEDs beleuchtet wird
CC-BY-SA: waldwesen

Der 37C3 hat dieses Jahr zum ersten Mal seit der Pandemie wieder in Präsenz stattgefunden und war zum ersten Mal seit 2016 wieder in Hamburg im CCH beheimatet. Dort hatten wir einen Workshopraum (auch dieser mit vollem Programm) und eine Assembly-Fläche mit Sofas, Bücherregal und dem klassischen Lagerfeuer. Es fand das Kickoff-Treffen für die Chaos Feminist Convention statt. Genauso wie auf dem Camp waren auch auf dem Congress viele Haecksen in die Congress-Orga eingespannt. Außerdem waren wir auch im Jahresrückblick des CCC vertreten.

CC-BY-SA: waldwesen

Parallel zum 37c3 hätte Fireshonks stattfinden sollen. Dieses remote-Event wurde von den Haecksen maßgeblich mitvorbereitet, musste aber kurz vor Start abgesagt werden. Das Statement der Haecksen dazu findet sich hier. Die Haecksen haben das Thema intern nachbereitet und ihre Learnings dokumentiert.


Auch haecksen-intern läuft gerade Einiges: Neben dem Adminen-Geekend wird 2024 auch ein allgemeines Haecksen-Geekend geplant. 2025 soll mit der Chaos Feminist Convention in Hamburg ein erstes öffentliches Event der Haecksen stattfinden.

Ein Blahai und ein schwarzes Kissen mit Haecksen unlocked Bedruckung im 37c3 Design.
CC0

Vernetzung (wer haeckst wann und wo?)

Hier findet ihr einen Überblick über die aktuellen lokalen Gruppen.

Es haben sich in 2023 mehrere lokale Gruppen neu gebildet: unter anderem München, Freiburg (oder weiter gefasst Raum Freiburg und Basel).

Die Gruppe Geekfem in Hamburg trifft sich seit Herbst 2023 wieder regelmäßig: jeden dritten Donnerstag im Monat im Clubraum des CCC Hamburg. Zu den Treffen kommen jeweils circa 15 bis 25 Personen und auch immer mehrere neue Gesichter. Es wird Newtonwars gespielt und 3D-gedruckt, Faraday’sche Smartphonetaschen und Stickeralben gebastelt. 2024 soll ein größeres Bastelprojekt angegangen und die Webseite neu gestaltet werden.

Die lokale Gruppe in Berlin trifft sich einmal im Monat und ist gerade auf der Suche nach einer dauerhaften Location. Getestet wurden bereits Wikibär (Kreuzberg), Baumhaus und Cultivation Space (Wedding); bei gutem Wetter waren sie aber auch mit Picknickdecke im Park. Nach der Sommerpause wegen des CCC-Camps im August sind jeden Monat Neuhhaecksen in Berlin dazugestoßen. Es gibt eine aktive Social-Media-Präsenz unter @Haecksen_Berlin@chaos.social und Pläne für eine Webseite mit Karte, die die räumliche Verteilung von Haecksen im deutschsprachigen Raum zeigen soll; mit Informationen zu den lokalen Gruppen und jeweiligen Ansprechpersonen.

Die Freiburger und Baseler Haecksen treffen sich seit Mitte des Jahres an jedem zweiten Donnerstag im Monat, um 19:00 im CCCFr.

Die Idee zur Gründung einer Ortsgruppe in München ist auf dem 37c3 entstanden und so haben sich die muc_Haecksen zusammengefunden. Die muc_Haecksen treffen sich derzeit ca. einmal pro Monat (vierter Sonntag); gerne im Rocketchannel #muenchen vorbeischauen.

Auf dem 37c3 hat sich zudem eine Gruppe Bremer Haecksen zusammengefunden. Ein erstes Treffen fand bereits statt, angepeilt wird nun, sich jeden 4. Donnerstag im Z1 zu treffen. Infos zu den Treffen gibt es im Rocketchannel #bremen, auf einer eigenen Mailingliste und auf der Website des CCCHB.

Nürnberg hat eine eigene Website erstellt.

Mitmachen

Der einfachste Weg zu den Haecksen ist, ein Haecksenfrühstück zu besuchen. Das nächste findet am 23.03.2024 um 14 Uhr per Videokonferenz im BBB-Raum “Ada” statt.

Programmieren lernen für Absolute Anfänger*innen – Kurs E – 2024

Piko

Der Python-Kurs für Absolute Anfänger*innen geht im April in eine neue Runde. Eingeladen sind alle FINTA Personen, also Frauen, inter, nonbinary, trans und agender Personen, die gerne programmieren lernen möchten; ganz besonders die, die sich für einen hoffnungslosen Fall halten. Wir fangen bei null Programmiererfahrung an. Der Kurs wird sehr gemütlich und übungslastig sein. In diesem Zusammenhang haben wir der Wau-Holland-Stiftung zu danken, deren Förderung es Piko ermöglicht, mehr Arbeit in den Kurs zu stecken und ihn trotzdem kostenlos anzubieten.

Mehr Infos über die bisherigen Kurse finden sich hier.

Generative art by Mullana

Das Thema des Kurses wird wieder Generative Kunst sein: Wie können wir mit dem Computer Schönheit schaffen; Bilder, Texte, Musik, die immer neu und unterschiedlich sind? Die Inhalte des Kurses werden als Videos zur Verfügung gestellt, sodass auch Menschen, die nicht zu den wöchentlichen Treffen kommen können, dem Kurs folgen können.

Wir treffen uns ab Mitte April bis Ende Juli 2024 wöchentlich dienstagabends 19:30 in einem BigBlueButton-Raum.

Schreibt bei Interesse eine Mail an python-kurs@haecksen.org mit einer kurzen Vorstellung und Eurer Motivation, warum Ihr Programmieren lernen möchtet – von dort gibt es dann in den kommenden Wochen eine Mail mit den Informationen für das erste Treffen.

hckn020: Mary Shelleys “Frankenstein”

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk!

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

Diese nicht gerade kurze Folge ist ganz dem Roman “Frankenstein – Oder der moderne Prometheus” von Mary Shelley gewidmet. naerrin liest in Auszügen aus dem Roman vor und hat dafür Kapitel gewählt, die eine besondere Beziehung zu aktuellen Themen herstellen können. In einer kleinen Einführung geht es vor allem um die Verbindung von “Frankenstein” und Science Fiction, ehe die Lesung beginnt und am Ende nochmal ein kleiner Abschluss folgt.

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Haecksenwerk sucht Eure Fragen

Das Haecksenwerk-Team braucht Eure Fragen! Wir wollen eine Ask-Me-Anything-Folge machen. Was wolltet Ihr schon immer mal von einer Haeckse erklärt bekommen? Stellt uns Fragen über die Haecksen und deren Projekte, über Feminismus und über die Sicht der Haecksen auf Technik und Gesellschaft. Wir werden die Fragen sammeln und in einer Podcastfolge beantworten.

Schickt Eure Fragen per Mail an podcast@haecksen.org, per Mastodon an @haecksen@chaos.social – oder, haecksen-intern, im Rocketchat in den Channel #ama_haecksenwerk.

Hexen, Haecksen, Hacker*innen

Ist das nicht alles dasselbe?

Die Haecksen haben sich schon vor einer Weile intensiv gefragt, ob sie weiter Haecksen heißen wollen.

Und, ganz ehrlich, es gibt einiges was dagegen spricht.

Die Entstehung des Begriffs Hexe[1] lässt sich ab dem Beginn des 15. Jahrhunderts nachweisen. Hexen werden alle möglichen Eigenschaften nachgesagt, die bereits im Mittelalter verfolgten Gruppen unterstellt wurden. Aus den Geständnissen von als Ketzern verfolgten Katharen und Waldendsern werden Teufelsanbetungen übernommen. Ihnen und Homosexuellen werden nächtliche orgiastische Zusammenkünfte unterstellt, aber auch antijüdische Vorurteile wie Kinderopfer und der Hexentanz (in der Synagoge; daher der Begriff „Hexensabbat“) werden hineinprojiziert.[2]
Hexenverfolgungen und Hexenprozesse fallen nicht zufällig mit einem Wandel des Gesellschaftsmodells und der Geschlechterrollen zusammen. Während im Mittelalter die Subsistenzwirtschaft (Produktion für den Eigenbedarf) vorherrschte, setzt sich anschließend die Geldwirtschaft und der Kapitalismus durch. Männer[3] sind zunehmend außerhalb des eigenen Hauses marktwirtschaftlich tätig, während für die Frauen[3] Lohnarbeit nicht (oder nur zu sehr viel schlechteren Konditionen) vorgesehen ist. Frauen[3] werden auf Tätigkeiten rund um die Reproduktion festgelegt und sind gemeinhin durch die dadurch entstehende Abhängigkeit sozial degradiert.[4]

Sich angesichts dieser Degradierung Hexe zu nennen, kann nur im Rahmen einer Rückgewinnung des Begriffes passieren.

Soll heißen:

Wir suchen uns aus, dass wir Haecksen heißen wollen.
Aber nicht jedes weiblich gelesene Wesen der Hacker*innen Community möchte als Haeckse bezeichnet werden (und es gibt mehr als zwei Geschlechter), daher sprechen wir uns explizit dagegen aus, dass pauschale Bezeichnungen wie “Liebe Hacker und Haecksen” genutzt werden.

Wieso sind meine “krumme Nase”-Witze nicht lustig?

Nicht jede Person bei den Haecksen möchte eine Hexe sein. Daher gehen wir mit Hexensymbolik sparsam und überlegt um und wollen uns als Gruppe nicht zu sehr damit gleichsetzen, bzw. damit gleichgesetzt werden.

Sexuell konnotierte Stereotype (Besen reiten -> Selbstbefriedigung, Hexentanz -> Orgie) können sicherlich auch als Symbole sexueller Selbstbestimmung gesehen werden, allerdings werden sich evtl. nicht alle damit wohlfühlen. Der Einsatz wird ggfs. im Einzelfall angesprochen und diskutiert.
Judenfeindliche Stereotype (Hexensabbat, krumme Nase) wollen wir grundsätzlich nicht replizieren und tolerieren sie auch nicht.
Das Haecksen-Feuer ist als Lagerfeuer (an dem sich alle versammeln können) vielleicht schöner, als als Hexenverbrennungs-Feuer, und ein Kessel (zum Kinderkochen) muss vielleicht auch nicht immer sein.

Haecksen sind Wissenschafts-Fans, Esoterik wollen wir nicht verbreiten oder unterstützen.

[1] Auch wenn es durchaus Männer gab, die der Hexerei bezichtigt wurden (dann aber eher unter dem Begriff “Zauberer”), waren diese grade in den deutschen Gebieten in der Minderheit. Da sich dieser Artikel mit dem Begriff Hexe auseinandersetzt bleiben wir hier beim Begriff Hexe.
[2] https://www.dhm.de/archiv/ausstellungen/hexenwahn/aufsaetze/01.htm
[3] Die Quelle spricht ausschließlich von Frauen und Männern, daher an dieser Stelle nur die binären Bezeichnungen.
[4] Silvia Federici, Caliban und die Hexe, 2012, Seite 89/90

hckn019: Digital activism in Brazil

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk!

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen. Diese Folge ist ein Interview, das auf Englisch geführt wurde.

In this episode, Piko talks with Marla about feminist digital activism in Brazil.
Marla gives workshops on digital forensics and cyber security. She is member of two organizations: MariaLab, which organizes infrastructure and workshops for the general public, and the Transfeminist Network for Digital Care, a place for care for each other. This is part of a series about feminist hacker spaces all around the world.

MariaLab

MariaLab is a non-profit organisation with no political party ties or private sector companies that works at the intersection of politics, gender and technology.

We work for the valorisation of self-care in digital media, bringing technology to feminist spaces and feminism to technology spaces, building safe environments, both virtual and physical, with social, ethnic or economic cut-outs because we understand that this is the only way to build learning through the exchange and accumulation of knowledge between all.

Transfeminist Network of Digital Care

“DISH OF THE DAY: the digital care meal” project: https://pratododia.org/en/
The Transfeminist Network does not yet have a website.

Marla’s contact:
mar (at) interseclab.org

InterSecLab is a transfeminist research laboratory on political and targeted digital surveillance carried out by Estates against activists, human rights defenders and social movements. Our approach focuses on two aspects: the forensic analysis of devices and active research into state-sponsored surveillance.

Links

Credits

Redaktion: piko
Sprechende: piko, Marla
Produktion: piko, phoenixtrixi, fuchur
Coverart: https://mullana.de/

Transkript

Piko: Welcome to Haecksenwerk. This episode will be in English. Willkommen zum Haecksenwerk. Diese Folge wird auf Englisch sein, weil es sich um ein Interview handelt mit einer Hackerin aus Brasilien. 

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hckn018: flow3r-Badge für das CCCamp23

Willkommen zu einer weiteren Folge vom Haecksenwerk!

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

In dieser Folge spricht Piko mit Timon vom Badge Team darüber, wie eins so ein Badge herstellt, was es (wahrscheinlich) können wird und woher die Idee kommt. Es ist ein elektronisches Bastel- und Spielzeug, das von Leuten aus der Community entworfen und gebaut wird. Badges gibt es auf verschiedenen Hacking-Veranstaltungen; Grund für dieses Interview war das Badge des kommenden CCCamp 2023, das im August 2023 stattfinden wird.

Foto vom Flow3r Badge. Ein technisches Kleingerät, das aussieht wie eine Blume, mittig ein Display hat und mit LEDs beleuchtet werden kann.

Bild: timonsku

Links

Stichworte

Flow3r Badge, CCC, Chaos Communication Camp, CCCamp23, Python

Spendeninfos

Credits

Redaktion: Piko
Sprechende: Piko, Timon
Produktion: Piko, phoentrixie, naerrin
Coverart: https://mullana.de/

Transkript

Piko: Willkommen zu einer neuen Folge des haecksenwerks. Ich bin Piko und ich spreche heute mit Timon über Blumen bzw. über das Badge des diesjährigen CCC Camp. Hallo Timon. 

Timon: Hi, schön da zu sein. 

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