hckn014: SheHacks Kenya

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk!

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen. Diese Folge ist ein Interview, das auf Englisch geführt wurde.

The first episode of our series about feminist hacker groups around the world leads us to Kenya. Piko talks with Laura Tich about Shehacks Kenya, an initiative to teach female students in Kenya about cyber security and to inspire them to make computer science and information security their job. Turns out that the problems that feminism addresses are very similar to those in Germany…

The episode was recorded in August 2022. Why it took us so long to publish the episode will be explained around minute 39. We noticed only afterwards that the audio deteriorated during the episode. We will work on improving that in the coming episodes!

Links

Stichworte

feminist activism, international, hacktivism, it security, kenya, nigeria, zimbabwe, teaching, organizing

Transkript

Redaktion: Piko
Sprechende: Piko & Laura Tich
Produktion: Piko, balub
Coverart: https://mullana.de/

Piko: Hello and welcome again to a new episode of Haecksenwerk. Today we’re talking in English because I’m having a very, very interesting guest. It’s Laura Tich. She’s a cybersecurity expert and digital privacy advocate from Kenya, and she’s founder of SheHacks_Kenya. She’s the first person we’re interviewing in a series in which we are looking at feminist hacker groups around the world, and I’m super happy to have you here, Laura, as the first
person we’re talking to. So welcome.

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Haecksendämmerung

von waldwesen und piko

2022 war eine Menge los bei den Haecksen; wir haben eine gute Struktur und es gibt viele neue Gesichter, viele neue Entwicklungen und Initiativen.

Strukturen

Auch an unserer Infrastruktur hat sich viel getan. Wir haben einen neuen Server, das alte Mediawiki durch ein benutzungsfreundlicheres Bookstack ersetzt und für die ganze Infrastruktur ein SSO-System aufgesetzt, mit dem wir nun den RocketChat, das Wiki und bald auch die Nextcloud-Instanz erreichen können. Aktuell sind wir 580 Haecksen, davon ca. 300 auf dem Rocketchat, wo inzwischen sehr viel los ist – Fahrradchannel, Organisation des Podcasts und vieles, vieles mehr.

Seit fast anderthalb Jahren sind die Haecksen offen für alle FINTA-Personen. Darüber freuen wir uns immer noch, denn damit haben wir sehr großartige neue Haecksen aufgenommen!


Ende 2021/Anfang 2022 startete das Haecksen Buddy Line Projekt (damals ‚Mentoring‘ genannt), quasi das, was die Chaos-Pat*innen auf dem Kongress machen, nur eben innerhalb der Haecksen-Community. Mehr Infos finden sich hier. Nach einer erfolgreichen ersten Runde von Mentees Anfang 2022, die eine Mentoring-Haeckse zur Seite gestellt bekamen, folgten im Herbst diverse Feedbackrunden und Erfahrungsaustausch-Sessions. Aufgrund der Missverständlichkeit des Begriffs ‚Mentoring‘ wurde das Programm zu Buddy-Line umbennant, und auch ein paar andere Änderungen sind aktuell in Arbeit. Fertig ist schon die Komplettüberarbeitung der Willkommensmail für Neuhaecksen auf der Mailingliste, diese ist nun öffentlich im Wiki zu finden.

Seit ca. 2 Jahren arbeiten Haecksen in wechselnder Besetzung daran, für uns eine Vereins-Infrastuktur aufzubauen. Wir beißen uns durch Satzungsentwürfe und die Bürokratie, und eines schönen Tages wird es ihn hoffentlich geben, den Haecksen e.V..

Projekte

Eine Arbeitsgruppe der Haecksen hat sich dem Thema Cyberstalking angenommen. Aus dem Projekt ist eine Webseite entstanden, auf der sich eins über das Thema und entsprechende technische Hilfen dagegen informieren kann. Die Gruppe trifft sich weiterhin und arbeitet schon an weiteren Angeboten, beispielsweise an Übersetzungen und technischen Updates. Hier im Blog gab es dazu auch schon einen eigenen Post.

Der Python-Kurs freut sich immer noch über großen Andrang, in den letzten Jahren haben schon mehr als 100 Personen daran teilgenommen. Mit viel Spaß und kreativem Ausprobieren erkunden die Teilnehmenden die Python-Welt, teils unter Anleitung, teils selbstständig in Gruppen. Seit August wird Piko von der Wau-Holland-Stiftung gefördert und kann deshalb der Neu-Auflage mehr Zeit und Konzentration widmen, was den Kurs weiter verbessert hat. Seit Anfang Dezember 2022 läuft nun die vierte Runde; diesmal mit dem Fokus auf generative Kunst.

Der Podcast Haecksenwerk läuft weiter! Das Projekt ist auf mehrere Schultern verteilt, es gibt Haecksen, die sich auf den Schnitt spezialisieren, welche, die vor allem das große Ganze im Blick haben, oder auch welche, die sich um die Transkription kümmern: Damit liegen sämtliche Folgen auch vollständig als Text vor. Insgesamt konnten wir sieben neue Episoden zu spannenden Themen veröffentlichen, wie „Politische Bildner*innen“, „3D-Druck“, ein „How to Haecksen-Events“ und ganz neu: Dog Whistles. Es sind auch weitere Folgen in Arbeit, die bald veröffentlicht werden können; zum Beispiel über Intersektionalität und Diversität in Hackspaces.

Im Moment arbeiten wir außerdem an einer Reihe über feministische Hackspaces außerhalb Deutschlands und sind dafür mit Hacker*innen in Kenia, Brasilien und vielen anderen Orten in Kontakt. Mehr Folgen sind immer möglich mit mehr Haecksen, die im Podcast mitwirken. Kommt gerne zu einem der nächsten Treffen vorbei – Ankündigungen findet ihr immer auf der Mailingliste und im RocketChat.

Themen

Ende 2021 haben sich die Philhaecksen gegründet. 2022 haben sie sich dann Ziele gesteckt: sie wollen Technik im philosophischen Kontext diskutieren, und die Arbeit von historischen und gegenwärtigen philosophierenden FINTA-Personen sichtbar machen. Denn gerade deren Theorien bleiben oft unbeachtet, sind jedoch für die Technikentwicklung von unschätzbarem Wert. Beispielsweise wenn es darum geht aufzuzeigen, warum Software oft nicht inklusiv ist, sondern bestimmte Personengruppen strukturell ausschließt. Deswegen haben sich die Philhaecksen aktuell primär Themen wie Digitalisierung, Social Media und KI auf die Fahnen geschrieben und zum Ziel gesetzt, die Diskussionen des deutschen Ethikrates unter die Lupe zu nehmen.

Das botanische Haecksenjahr hat vielversprechend angefangen, die Setzlinge sind sehr gut gekommen und haben ein guten Start hingelegt. Der Frühling war allerdings sehr sparsam mit Licht und Wärme, vielleicht konnten die Tierchen daher auch nicht so gut bestäuben wie im Jahr davor? Jedenfalls hat der Sommer lange auf Ernte warten lassen. Besonders die Tomaten haben sich viel Zeit gelassen. Trotzdem gab es am Ende reichlich Tomaten, Paprika, Kräuter, Spinat, Mangold, Kirschen, und vieles mehr.

Im Haecksen-Rocketchat gibt es einen Gaming-Kanal, in dem sich seit einigen Monaten eine kleine Gruppe von Haecksen (Neuhaecksen sind herzlich willkommen mitzumachen!) regelmäßig für gemeinsame Gaming-Sessions trifft. Zunächst haben wir Raft gespielt, aktuell spielen wir Minecraft.
Spiele werden gemeinsam ausgesucht, sie müssen bestimmten Kriterien entsprechen: Da der Gruppe Inklusion wichtig ist, liegt der Fokus einerseits auf kooperativem Gameplay (also kein sogenanntes PVP, Player versus Player), einem gemütlichen und entspannten Tempo (keine hektischen Parcours o.ä.), sowie einem friedlichen Miteinander (keine brutalen Kämpfe oder Sprachgebrauch). Es ist dabei wichtig, dass alle mitmachen können und keins vergessen oder abgehängt wird.

Noch eine persönliche Sache: Ich nenne es betreutes Spielen. Ich habe sehr wenig Erfahrung und brauche Hilfe, die ich immer bekomme. Z.B. werde ich durch Aufgaben geleitet und es werden mir schwierige Dinge abgenommen. Allgemein arbeiten wir einander zu, wenn es z.B. darum geht Ausrüstung aufzubauen.

Für Minecraft haben wir seit November einen eigenen Server, so dass alle auch allein dort aktiv sein können, wenn sie möchten. Es gibt eine Obergrenze, aber noch ist er nicht voll.

Die Haecksen sind bunt, und das spiegelt sich auch auf der Neurodivergenz-Ebene wider. Die #adhs-Haecksen treffen sich regelmässig jeden 3. des Monats abends zum Austausch, die #neurodivers-Haecksen treffen sich unregelmässig zu Frühstücken oder Brunches, meistens an Wochenenden. Willkommen sind alle Haecksen mit (Verdacht auf) Autismus, ADHD, Tourette, PTSD, OCD und weitere Neurodiversitäten.

Die Defense Haecksen treffen sich nach wie vor jeden ersten Donnerstag im Monat und besprechen die Lage der Sicherheit, der Compliance Checkboxes und was die Jugend heute so an IT-Sicherheit lernt. Es wird über die neuesten Gadgets gesprochen und was Emotet so macht. Außerdem halten wir uns auf dem Laufenden zu Risikoabschätzungen, Szenarien und was eine Versicherung wohl zahlen würde.

Veranstaltungen

Wie bereits angekündigt haben sich Haecksen dieses Jahr wieder auf Chaosveranstaltungen herumgetrieben. Neben den digitalen Veranstaltungen wie unserem Geekend im Sommer gab es auch endlich wieder die eine oder andere Möglichkeit, sich im physischen Raum zu treffen. Ein paar Beispiele: Auf der GPN haben wir unsere Decken auf der Wiese mit etwa 40 Haecksen und Interessierten ausgebreitet, zu verschiedenen Themen auf die Decken aufgeteilt und bis in die Nacht ausgetauscht. Auf der Bits und Bäume haben wir in einem Workshop Konzepte erarbeitet, wie wir intersektionalen Feminismus mit Technik und Nachhaltigkeit zusammenbringen können.

Da unsere Eventorga einfach nicht genug vom Organisieren bekommen kann, hat sich das Team kurz nach dem RC3 2021 auch schon in die nächte Planung gestürzt. Vom 15.-17.07.2022 fand dann das „too peoply out there“ Geekend statt, welches die Haecksen zusammen mit der r3s gemeinsam organisierten. Neben technischen Workshops zu Streaming, wurde sich auch mit Awareness, Inklusion, Dog-Whistles, Selbstfürsorge und Gendering beschäftigt. Und weil die Zusammenarbeit mit der r3s so gut klappte, machte das Team nach einer kurzen Sommerpause direkt mit der Planung von #FireShonks weiter.
Inzwischen ist der CfP (call for participation) geschlossen, jede Menge tolle Einreichungen wurden sortiert und in einen (vorläufigen) Fahrplan eingestellt. . Damit gibt es zwischen den Jahren (27.-30.12.2022) wieder ein tolles Progamm, vollgepackt mit Goodies: Bastelworkshops, Tech-Talks, nerdige Unterhaltungen und gemütliches Socializing – für alle was dabei. Und für interessierte FINTA natürlich auch wieder ein Haecksen-Frühstück zum Kennenlernen. Die Orga rotiert und bastelt im Hintergrund an der Technik, die Vorfreude steigt!
Statt einer zentralen Veranstaltung gibt es im Chaos dieses Jahr mehrere, eine Übersicht ist hier zu finden.

Spenden

Spenden erreichen uns durch die Verwendung des Betreffs „Haecksen“ in einer Spende an Entropia (CCC Karlsruhe, gemeinnützig). Die Bankverbindung lautet:

Entropia e.V.
IBAN: DE30660501010022025613
BIC: KARSDE66XXX
Bank: Sparkasse Karlsruhe
Verwendungszweck: Haecksen

hckn013: Vier Perspektiven auf Dog Whistles

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk! 

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

Im politischen Diskurs werden immer häufiger rhetorische Methoden verwendet, um brisante, hetzerische und diskriminierende Positionen salonfähig zu machen. Vier Haecksen betrachten einzelne Chiffres, wie diese eingesetzt werden und zu welchem Zweck. Außerdem besprechen wir welche Gefahr sich dahinter verbirgt und wie wir uns wehren können.

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Stichworte

Dog Whistles, Gesellschaft, Politik, Civilcourage

Credits

Transkript

c_ristina: Willkommen zu einer neuen Folge vom Haecksenwerk. Ich bin c_ristina und rede heute mit lemon, rhonda und sylvia. In dieser Folge besprechen wir das Phänomen der Hundepfeifenpolitik auch “Dog-Whistles” genannt. Im politschen Diskurs werden immer häufiger rhetorische Methoden angewendet um brisante, hetzerische und diskriminierende Positionen salonfähig zu machen. Sie werden in vermeintlich harmlosen Wörtern verpackt und durch deren Verwendung nur so der jeweils bestimmten Klientel signalisiert. Der Rest, also alle nicht Eingeweihten, bleibt im Unklaren und trägt die Nachricht im schlimmsten Fall sogar noch weiter. So verbreitet sich Hass und Hetze über alle Bereiche, egal ob akademische Fachbereiche, gesellschaftliche Institutionen oder in Freundeskreisen unkontrolliert weiter. Und jetzt gebe ich gerne weiter an lemon. Hallo lemon!

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Neues von der Haecksen-Infrastruktur

von merline und Piko

In der letzten Zeit hat sich viel an der Infrastruktur der Haecksen getan. Hier wollen wir einen kurzen Überblick über die Entwicklungen geben, über unseren neuen Server, das neue WIKI und das Single-Sign-On-System.

Über mehrere Monate hinweg wurde 2021/2022 vom alten Haecksen-Server auf einen neuen migriert. Für die neue 4HE Tape Library suchen wir noch eine Colocation, außerdem lösen wir noch einzelne Probleme mit den Backups – und dafür suchen wir noch Low Level Haecksen-Adminen. Das müssen keine Spezialist*innen sein, solange sie langfristig Interesse und Zeit für diese Aufgabe haben.

Seit Mitte der 2000er Jahre existierte auf wiki.haecksen.org ein MediaWiki, das ausschließlich öffentliche Inhalte hatte und somit quasi eine Erweiterung der offiziellen Webseite (haecksen.org) darstellte – teils war es sogar die eigentliche Webseite. Anfang 2022 wurde eine neue, modernere Wiki-Software (namens Bookstack) aufgesetzt und alle Inhalte aus dem alten Wiki dorthin migriert. Nach kurzem Parallelbetrieb ging das alte MediaWiki dann offline. Ein wichtiger Grund für die Umstellung war, dass es nur nach gewissem Erlernen von MediaWiki-Skills und Know-How überhaupt möglich war, dort Inhalte zu erstellen. Das war eine technische Barriere, die es schwerer gemacht hat, mitzumachen. Ein zweiter wichtigter Grund ist, dass nur wenige Haecksen Schreibrechte besaßen, weil alle Inhalte im alten Wiki öffentlich waren. Neben einer intuitiveren und moderneren Menüführung sowie besserer Sortierung und Übersichtlichkeit ermöglicht die neue Wiki-Software außerdem das Erstellen von nur intern sichtbaren Inhalten. Damit können nicht nur alle Haecksen mithelfen, sondern wir können auch Dokumentation erstellen, die nur uns betrifft. Ein Beispiel hierfür sind unsere Plenumsprotokolle, die nun nicht mehr mühsam in Pads oder Email-Verläufen gesucht werden müssen, sondern direkt im Wiki für Haecksen nachlesbar sind.

Parallel zur Einführung des neuen Wikis wurde ausserdem ein SSO (Single-Sign-On mit Keycloak, mehr dazu hier.) aufgesetzt. Das Wiki war das erste Tool, das mit diesem SSO verknüpft wurde. Im Herbst 2022 folgte der Rocketchat (rocket.haecksen.org), welcher sich aktuell noch im Parallelbetrieb (normaler Account-Login sowie SSO-Login) befindet. Für die Zukunft ist geplant, den Rocketchat vollständig umzustellen, und auch die Nextcloud-Instanz (wolke.haecksen.org) mit dem SSO zu verknüpfen.

Im Zuge der Vorbereitung der Umstellung auf SSO wurden diverse Aufräumarbeiten innerhalb des Rocketchats notwendig. Hierbei fiel auf, dass es Haecksen gibt, die sich nicht auf der Haupt-Mailingliste befinden, aber dennoch den Rocketchat nutzen möchten. Die Mailingliste wurde bis dato als „single source of truth“ gehandhabt. Wer sich also auf dieser Liste befand, galt als Haeckse, alle anderen nicht. Nach einer Diskussion auf einem Haecksen-Plenum wurde daraufhin eine zweite „stille“ Mailingliste eingeführt, um auch diese Haecksen, die sich nicht auf der offiziellen Mailingiste befinden, auflisten und ggf. kontaktieren zu können. Mit diesen beiden Mailinglisten als „sources of truth“ wird nun das Haecksen-Account-Management (bald hoffentlich fast ausschließlich SSO) massiv vereinfacht.

Und wir wachsen weiter! Aktuell sind wir 580 Haecksen, davon ca. 300 auf dem Rocketchat, wo inzwischen sehr viel los ist – Fahrradchannel, Organisation des Podcasts und vieles, vieles mehr.

hckn012: 3D-Drucken mit Resin

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk! 

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

Pecca und naerrin reden über das 3D-Drucken mit Resin. Was ist das eigentlich genau? Sie reden darüber, wo mensch anfangen kann, wenn das Thema ganz neu ist. Und natürlich warum sie begeistert von Resin als Medium sind. Aber auch über die typischen Hürden, die plötzlich auftauchen. Und was es so an Tipps und Tricks gibt, um tolle Projekte umzusetzen.

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Stichworte

3D-Druck, Resin, Resindruck

Credits

Transkript

naerrin: Willkommen zu einer neuen Folge vom haecksenwerk. Ich bin naerrin und mache diese Folge zusammen mit Pecca…

Pecca: Hallo, ich bin Pecca.

naerrin: …und wir haben uns ausgedacht, dass wir zusammen eine Folge über das 3D-Drucken machen. Also so einfach mal alles in eins kurz durchrauschen – oder semi-kurz: Wo man anfangen kann, wenn man in das Thema ganz neu einsteigt; warum wir begeistert sind von Resin so als Medium, weil es soll hauptsächlich um den Resindrucker gehen; und welche typischen Hürden plötzlich vor einem auftauchen können, wenn man dann damit anfängt; ein paar Tipps und Tricks haben wir und… ja… dann fangen wir einfach mal an.

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https://antistalking.haecksen.org/

von Princess

Das Internet hat uns eine unfassbare Fülle an Informationsmöglichkeiten gegeben. Ebenso hat es uns eine Menge guter Kommunikationskanäle beschert. Leider sind die Insassen des Internet aber Menschen und diese sind eben nicht immer nett und liebenswert. Einige dieser Menschen treten auch gar nicht “über das Internet” in Erscheinung, sondern in der umittelbaren Nähe im richtigen Leben. Manche dieser Menschen verfolgen und belästigen andere mit Hilfe von Internet und Mobilfunk. Dies wird im allgemeinen als Cyberstalking bezeichnet.

Bereits vor einigen Jahren hatten wir als Haecksen identifiziert, dass eigentlich wir dafür prädestiniert sind, Menschen im Kampf gegen Cyberstalking zur Seite zu stehen. Wir bringen die technische Expertise auf sehr vielen Ebenen mit.

Im Mai 2021 hat sich dann eine Gruppe der Haecksen zusammengefunden und festgestellt, dass es zwar die ganzen guten Beratungsstellen, Vereine und Frauenhäuser gibt, aber eben keine gute Anleitung, wie man sich gegen Cyberstalking schützt. Die Mitarbeiter*innen der Frauenhäuser und Vereine werden durch uns bereits unterstützt, können aber nicht jedes technische Problem identifizieren und lösen. Wir haben sodann unsere Aufgabe darin gesehen, eine Seite zu schaffen, die diese Anleitungen bündelt und sowohl für Betroffene als auch Mitarbeiter*innen der Beratungsstellen Hilfestellung bietet.

Diese Seite ist nun öffentlich:

https://antistalking.haecksen.org/

Zahlreiche Haecksen haben zum Gelingen des Projekts beigetragen, sei es durch das Verfassen von Problembeschreibungen und Anleitungen, das Sichten von Links, Korrekur lesen, das Verfassen einer Masterarbeit zum Thema digitale Gewalt oder das Einbringen der eigenen beruflichen Perspektiven und Fähigkeiten als Mitarbeitende in Frauenhäusern oder als Wedesigner*innen.

Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt!

Die Entwicklung der Seite benötigte einige Zeit und auch über die Gestaltung und Ansprache haben wir viel nachgedacht. Zum Beispiel haben wir die Seite in “Einstiegsfragen” gegliedert. Menschen, die von Cyberstalking betroffen sind, können oft nicht sagen und wissen, welche Anleitung sie eigentlich suchen. Wir haben versucht, sie durch die Situationen, in denen sie sich befinden, anzusprechen und dann zu den Anleitungen zu leiten, die Abhilfe aus der Situation schaffen können.

Des Weiteren zeigen wir “Einfallstore” auf: wie kann ein*e Ex-Partner*in jemanden aufspüren? Welche Informationskanäle gibt es, an die man im ersten Moment nicht so denkt? Wir hoffen, dass die Seite ansprechend und hilfreich gestaltet ist.

Ausblick:

Wir planen, weitere Links zu Vereinen, Beratungsstellen und Anleitungen zu sichten und aufzunehmen. Außerdem wollen wir die Seite in verschiedenen Sprachen anbieten.

Das Antistalking-Team kann erreicht werden unter kontakt-antistalking@haecksen.org. Wir versuchen so zeitnah zu antworten, wie dies uns eben in Feierabend und Ehrenamt möglich ist.

Dog-Whistles

von c_ristina

Alles nicht so gemeint: Über die Dekodierung von Hundepfeifen-Politik

Begleitet mich auf eine Erkundungstour im politischen Diskurs, auf der wir Hundepfeifen, Wiesel, Strohmänner und Seelöwen begegnen werden.

Was ist eigentlich los?

Im politischen Diskurs werden immer häufiger rethorische Methoden angewendet um brisante, hetzerische und diskriminierende Positionen salonfähig zu machen. Sie werden in vermeintlich harmlosen Wörtern verpackt und durch deren Verwendung nur so der jeweils bestimmten Klientel signalisiert. Der Rest, also alle nicht Eingeweihten, bleibt im Unklaren und trägt die Nachricht im schlimmsten Fall sogar noch weiter. So verbreitet sich Hass und Hetze über alle Bereiche, egal ob akademische Fachbereiche, gesellschaftliche Institutionen oder in Freundeskreisen, unkontrolliert weiter.

Unter diesen Methoden gibt es die sogenannten dog-whistle politics, die in Deutsch auch als Hundepfeifen-Politik bekannt ist. Auf die möchte ich in diesem Artikel genauer eingehen.

Ian Haney erklärt die Idee in seiner Vorlesung An Explanation of Dog Whistle Politics | How to Defeat Dog Whistle Politics [1] folgendermaßen:

But for most people race is biology and descent. And as long as you avoid the language of biology and descent, or as long as you avoid racial slurs, you haven’t talked about race.

In anderen Worten: Solange nicht die exakten Begriffe wie z.B. “Rasse” explizit genutzt werden, wurde nicht über “Rasse” gesprochen.

Definition

Es gibt diverse Ansätze auf Wikipedia [2 und 3] diese Methode zu definieren. Für diesen Artikel nutzen wir folgende Definition:

Für ein bestimmtes Publikum codierte Sprache, zur Wiedererkennung bei allgemein unverfänglicher Bedeutung. Es ist eine Analogie zu den Hundepfeifen. Diese geben einen Ton in einer bevorzugt nur für Hunde wahrnehmbaren Frequenz wieder.

Die Verwendung steigt stark seit Mitte der 1990er.

Wer macht denn sowas?

Die Technik wird unter Anderen von Gruppen verwendet, die:

  • rassistisches
  • antisemitisches
  • antiziganistisches
  • fundamentalistisch/Evangelikales
  • rechtsextremistisches
  • fremdenfeindliches
  • gegenüber Homosexualität feindliches
  • transfeindliches
  • misogynes
  • etc.

Gedankengut pflegen.

Bei der Liste gibt es keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn eine Gruppierung ihre Ideologie auf Hass und Hetze gründet, wird sie mit Sicherheit diese Methode kennen und anwenden.

Warum kein Klartext?

Die Chiffre soll möglichst harmlos wirken, um so den Tabubruch zu umgehen. Offene Diskriminierung und Hetze tritt zwar auch mittlerweile immer öfter auf, aber den Anfang machen Reden und Ansprachen mit den oben genannten Methoden. So können radikale und hetzerische Positionen im politischen Diskurs abstreitbar bleiben. Sie dienen zur Übermittlung der Nachrichten und als Ansagen an Gleichgesinnte, während Zensur und Call-out umgangen oder sogar vermieden werden kann. Öffentliche Diskriminierung und Hass bleibt ohne direkte Konsequenz.

Wenn es doch jemandem auffällt: Der übliche Weg der Täter*innen ist dann der Angriff. Es wird direkt “Cancel Culture” geschrien, die Betroffenen diffamiert “Du spielst nur die [hier marginalisiert Gruppe]-Karte, dabei hab ich [“Rasse”, Religion, Herkunft, Kultur] gar nicht erwähnt. Wer diskriminiert hier also?”. Oft wird dies auch durch Tone-Policing begleitet, um von der eigentlichen Kritik auf die vermeintlich unangebrachte Reaktion abzulenken. [4]

Kurzum: Täter-Opfer-Umkehr.

Wie sieht der Plan aus?

Nun, du bist hier gerade bei den Haecksen und da sieht der Plan wie oft so aus: Hacken! Wir müssen lernen diese Nachrichten zu dekodieren und diesen Code zu lesen. Je mehr sich damit beschäftigen und je bekannter die Problematik wird, desto leichter fällt der Umgang damit. Denn Zensur wird hier nicht viel helfen; unabhängig davon, dass wir allgemein nicht viel davon halten.
Das will geübt werden. Am Beispiel von “Globalismus” zeigt sich, dass sich dieses Üben sehr wohl lohnt. Als Luisa Neubauer im Mai 2021 [5] auf die Rethorik von Hans-Georg Maaßen aufmerksam gemacht hat, dass er Begriffe wie “Finanzeliten”, “Drahtzieher”, “Ostküste” oder “Neue Weltordnung” verwendet, wurde intensiv diskutiert und berichtet. Das Problem geriet, zumindest temporär, in den Fokus. Es wurde analysiert und recherchiert, der Kontext wurde untersucht und es wurden Schlüsse gezogen.

Kontext ist Queen

Dabei müssen die Wörter natürlich auch im jeweiligen Kontext interpretiert werden.[6] Allerdings sind einige Wörter oder Wortbildungen immer mehr in einem bestimmten Kontext wiederzufinden und sind außerhalb dessen wenig sinnvoll.

Als letztes stellt sich mir noch die Frage: Warum gibt es so wenig Aufklärung im deutschsprachigen Raum? Die neuen Rechten und der radikalisierte Konservatismus sind die Großmeister dieser Methoden, dennoch findet sich sehr wenig in der Literatur oder anderen Medien. Das müssen wir ändern.

Quellen

[1] An Explanation of Dog Whistle Politics | How to Defeat Dog Whistle Politics, min 2:30-2:43
https://www.youtube.com/watch?v=SDRlhADEoUQ
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Hundepfeifen-Politik
[3] https://en.wikipedia.org
[4] https://www.youtube.com/watch?v=qibFwUNDZX4 , Dog Whistle Politics: How Coded
[5] https://www.juedische-allgemeine.de/politik/maassen-neubauer-und-die-globalisten/
[/wiki/Dog_whistle_(politics)
Racial Appeals Have Reinvented Racism and Wrecked the Middle Class ISBN 978-0190229252
[6] https://www.br.de/kultur/antisemitismus-dog-whistle-hans-georg-maassen-100.html

Weitere Infos

DE

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/medien-und-macht-hundepfeifen-in-der-politik
https://neusprech.org/
https://www.zeit.de/kultur/2018-07/rhetorik-sprache-alexander-dobrindt-worterfindungen-woerterbuch
https://glossar.neuemedienmacher.de

EN

https://politicaldictionary.com/words/dog-whistle-politics/
https://www.merriam-webster.com/words-at-play/dog-whistle-political-meaning
https://www.vox.com/the-big-idea/2016/11/7/13549154/dog-whistles-campaign-racism
https://billmoyers.com/episode/ian-haney-lopez-on-the-dog-whistle-politics-of-race/
https://www.huffpost.com/entry/donald-trump-racial-figle_b_9033224
https://www.washingtonpost.com/outlook/2020/08/21/racist-roots-dog-whistle/
Dog Whistles, Walk-Backs, and Washington Handshakes: Decoding the Jargon, Slang, and Bluster of American Political Speech ISBN 978-1611686036

hckn011: Der Python-Kurs für absolute Anfängerinnen*

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk! 

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

Im August geht der Python-Kurs für absolute Anfängerinnen* in eine neue Runde. Zu diesem Anlass sprechen C_ristina und Piko darüber, wie der Kurs bisher gelaufen ist, wie er ab August laufen wird, warum eins Python lernen sollte und wie Piko Python gelernt hat. Aber auch darüber, warum es wichtig ist, dass der Kurs sich ausschließlich an FINTA richtet – also Frauen, intesex, nonbinary, trans und agender Personen. 

Die E-Mail-Adresse, für Frauen und intersex, nonbinary, trans und agender Personen, um sich beim Python-Kurs anzumelden:

piko (at) riseup.net

Python-Ressourcen

Eine gute Einführung zum Selbstlernen:

Wenn eins sich schon ein bisschen auskennt und Übung sucht: 

Links

Stichworte

Python, Kurs, Selbstlernen, FINTA

Credits

Transkript

c_ristina: Willkommen beim Haecksenwerk, hier ist C_ristina von den Haecksen und ich spreche heute mit Piko über den Pythonkurs. Wir hören uns mal an was Python ist, was in dem Kurs bisher so gemacht wurde und auch was eins so zum Programmieren lernen braucht. Hallo Piko schön, dass du da bist.

Piko: Hallo! Hallo, cristina.

c_ristina: Ja, dann erzähl uns gerne, wie sieht das denn überhaupt aus?

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Programmieren lernen für Absolute Anfänger*innen

Piko

Der Python-Kurs für Absolute Anfänger*innen geht im August in eine neue Runde. Eingeladen sind alle FINTA Personen, also Frauen, inter, nonbinary, trans und agender Personen, die gerne programmieren lernen möchten; ganz besonders die, die sich für einen hoffnungslosen Fall halten. Wir fangen bei null Programmiererfahrung an. Der Kurs wird sehr gemütlich und übungslastig sein. In diesem Zusammenhang haben wir der Wau-Holland-Stiftung zu danken, deren Förderung es Piko ermöglicht, mehr Arbeit in den Kurs zu stecken und ihn trotzdem kostenlos anzubieten.

Wir treffen uns ab 17. August bis November wöchentlich Mittwoch abends 19:00 in einem BigBlueButton-Raum.

Schreibt bei Interesse eine Mail an python-kurs@haecksen.org – von dort gibt es dann in den kommenden Wochen eine Mail mit den Informationen für das erste Treffen.

hckn010: Einstieg zur Philosophie

Willkommen zu einer weiteren Folge Haecksenwerk! 

Haecksenwerk ist das Podcastkollektiv der Haecksen. Es geht um die ganze Bandbreite von Technik, Kultur und Feminismus. In unserem Podcast möchten wir Einblicke in Themen geben, die uns bewegen.

In dieser Folge sprechen Waldseenixe, Smettbo und Piko darüber, was Philosophie ist und was sie uns bringen kann. Weil das so ein großes Thema ist, werden einige Kernfragen angesprochen, die euch hoffentlich neugierig machen. Von der Grundfrage “Was ist Philosophie und was machen Philosophinnen?” wird der Bogen gespannt über Werkzeuge und Bereiche der Philosphie, ihr Bezug zu anderen Wissensgebieten, bis zu der Frage “Was bringt einem die Philosophie persönlich?”. Zwischendurch werden natürlich auch Bezüge zur Robotik hergestellt oder die historische Entwicklung diskutiert.

Links

Stichworte

Metaphilosophie, theoretische Philosophie, praktische Philosophie, Ethik, Technoethik, Hermeneutik, Rhetorik, Ontologie, Postumanismus, Transhumanismus, Hinayana – Mahayana – Vajrayana

Credits

Transkript

Piko: Hallo wieder mal beim Haecksenwerk. Heute haben wir ein etwas ungewöhnliches Thema, nämlich wir reden über Philosophie. Und wir, das sind zuammen Waldseenixe und Smettbo und ich bin Piko. Wir sind 3 Haecksen, die sich sehr für Philosophie interessieren, die da auch universitär viel mit machen. Und deshalb ganz kurz eine kleine Vorstellungsrunde. Smettbo, magst du anfangen?

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